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18.06.15

Wie eine Willkommenskultur gelingen kann

SCHÖN, DASS SIE DA SIND – Wie eine Willkommenskultur gelingen kann.

Darüber tauschte sich die flüchtlingspolitische Sprecherin der Fraktion, Ursula Nonnemacher, mit rund 30 dreißig Gästen aus. Mit der Ankunft von rund 14 000 Asylsuchenden sind viele Fragen verknüpft: Unterbringungsstandards, Gesundheitsversorgung, Arbeitsmöglichkeiten, Deutschunterricht, um nur einige zu nennen. Im Gespräch wurde deutlich, dass bereits viele BrandenburgerInnen einen Beitrag zur Integration leisten. Nach einem kurzen Ausblick auf die europäischen Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik durch Ska Keller, stellvertretende Fraktionsvorsitzende DIE GRÜNEN im Europäischen Parlament, drehte sich das Gespräch darum, wie Dörfer, Städte und Kommunen in Brandenburg voneinander lernen und von schon bestehendem Wissen profitieren können. Kathleen Kunath von „Willkommen in Falkensee“ stellte vor, wie Ehrenamtliche eine aktive Willkommenskultur etablieren können. Professionell unterstützt wird die Ausbildung einer Willkommenskultur durch die MitarbeiterInnen des mobilen Beratungsteams von Demos-Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung. Die direkten AnsprechpartnerInnen für integrative Maßnahmen in den Kommunen sind die jeweiligen Integrationsbeauftragten. Frau Witt aus dem Landkreis Teltow-Fläming sprach über konkrete Maßnahmen, die in ihrem Landkreis umgesetzt wurden. Doch weil es beim Thema Flüchtlinge und Asyl vor allem um Menschen geht und nicht nur um Gesetze, Verordnungen und Standards, war insbesondere die Perspektive von Eben Chu, Mitglied der Flüchtlings-Selbsthilfe-Organisation Refugees Emancipation e.V. wichtig. Eine gute psychosoziale Versorgung der Flüchtlinge ist wichtig für einen gelungenen Neustart, das zeigte Sibylle Rothkegel, Beraterin für psychosoziale Projekte im In- und Ausland, auf. Das Gespräch zeigte: Auf der politischen Ebene können wir eine Willkommenskultur unterstützen und Brandenburg vielfältig und bunt, kreativ, innovativ und zukunftsfähig machen. Damit für Fremdenfeindlichkeit kein Platz entsteht.

Programm

Einführende Worte, Ska Keller, stellv. Fraktionsvorsitzende DIE GRÜNEN im Europäischen Parlament und Expertin für Flüchtlingspolitik

Podiumsdiskussion mit

  • Kathleen Kunath (Willkommen-in-Falkensee)
  • Frauke Postel (Demos – Mobiles Beratungsteam Brandenburg, Potsdam)
  • Sibylle Rothkegel (Internationale Akademie Berlin)
  • Eben Chu (Refugees Emancipation e.V.)
  • Christiane Witt (Integrationsbeauftragte des Landkreises Teltow-Fläming)

Moderation: Ursula Nonnemacher, MdL