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04.07.13

Ursula Nonnemacher auf ihrer Sommertour 2013

Ursula Nonnemachers diesjährige Reisethemenpalette umfasste Fragen der Gesundheit, Geburt und Hebammen, Frauen, Integration- und Migration, Flüchtlingsunterbringung und Arbeit.

Donnerstag, 4. Juli 2013 in Brandenburg/Havel

Ursula Nonnemacher mit Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann (BRB/Havel) © Fraktion
Ursula Nonnemacher mit Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann (BRB/Havel) © Fraktion

Beim Treffen mit Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann informierten wir uns über die Soziallasten in der kreisfreien Stadt Brandenburg. Wir sprachen darüber, wie die Kommunen auf Landes- und Bundesebene entlastet werden könnten. Einen großen Raum nahm das Thema Kommunalfinanzen ein. Die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen, die unzureichende Finanzierung der Kitakosten durch das Land und die Mühen der Haushaltskonsolidierung kamen zu Sprache.

Die Stadt Brandenburg an der Havel strebt bis 2016 einen ausgeglichenen Haushalt an. Die Oberbürgermeisterin machte auf die positive Entwicklung bei der Geburtenrate, beim Zuzug und bei der Arbeitslosenquote aufmerksam. Auch bei der Sanierung von Kitas und Schulen könnten trotz Haushaltssicherung große Fortschritte erzielt werden.

Natürlich war auch die zur Zeit viel diskutierte Kreisfreiheit der Stadt Gegenstand des Gesprächs.

Ursula Nonnemacher mit Katrin Tietz und Annegret Kofke © Fraktion
Ursula Nonnemacher mit Katrin Tietz und Annegret Kofke © Fraktion

Wir wurden sehr freundlich an der Frauenort-Tafel von Gertrud von Saldern in Brandenburg an der Havel empfangen. Vor Ort erwarteten uns Katrin Tietz, Migrations- und Behindertenbeauftragte der Stadt Brandenburg und Annegret Kofke, Geschäftsführerin des Interkulturellen Zentrums "Gertrud von Saldern" der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft (BBAG) e.V.

Nach einem Rundgang durch das historische und schön restaurierte ehemalige Schulgebäude inklusive gotischem Kellergewölbe sprachen wir über die spezielle Integrationsarbeit und die damit verbundenen Probleme in der Havelstadt. Im Zentrum gibt es ein schönes Café, in dem die Sprach- und Integrations-Kurse und Beratungen stattfinden. Ein großes Problem ist die Finanzierung von Sprachkursen für Asylbewerber ohne gesicherten Aufenthaltsstatus.

Auch in Brandenburg ist die Kooperation mit dem JobCenter ein schwieriges Thema.

Donnerstag, 27. Juni 2013 in Althüttendorf

Besuch Ursula Nonnemachers im Übergangswohnheim in Althüttendorf mit dem Heimleiter Herr Prühs © Fraktion
Besuch Ursula Nonnemachers im Übergangswohnheim in Althüttendorf mit dem Heimleiter Herr Prühs © Fraktion

Wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben die im Landtag beschlossenen verbesserten Mindeststandards für die Unterbringung und die soziale Betreuung von Flüchtlingen und Migranten mit auf den Weg gebracht. Im Austausch mit den kompetenten Mitarbeiterinnen aus den verschiedenen Bereichen wurde deutlich, dass die verbesserte Unterbringung und soziale Betreuung dringend weiterhin auf die politische Agenda gehört. Sprachkurse für Kinder und Erwachsene sind ebenso dringend notwendig wie konstruktive Kontakte zu den Jobcentern.

In der Region gibt es gut funktionierende Netzwerke und einen Migrationsfachdienst, der sich regelmäßig trifft. Wir freuen uns mit den Teilnehmerinnen des Gesprächs darüber, dass mit Auslaufen des Mietverträgen das Übergangswohnheim in Althüttendorf 2015 endlich geschlossen wird. Vor Ort machten wir uns ein Bild vom deprimierenden Zustand des Heimes und sprachen mit dem Heimleiter Herr Prühs.

Donnerstag, 27. Juni 2013 in Eberswalde

Ursula Nonnemacher und die Beauftragte des Landkreises Barnim für Migration, Marieta Böttger © Fraktion
Ursula Nonnemacher und die Beauftragte des Landkreises Barnim für Migration, Marieta Böttger © Fraktion

Wir trafen die Beauftragte des Landkreises Barnim für Migration, Marieta Böttger, in der Migrationsberatungsstelle des Bundes der Vertriebenen im Bürgerzentrum in Eberswalde. Begleitet wurden wir von Ute Krakau, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Mitglied im Kreistag Eberswalde.

An dem Gespräch nahmen auch Irina Hozmann von der Migrationsberatungsstelle des BdV, Franziska Stolz von der Migrationsberatungsstelle des Diakoniewerks Barnim GmbH, Elena Schäfer vom Jugendmigrationsdienst, Heidi Hildebrand von der überregionalen Flüchtlingsberatung der Johanniter Unfallhilfe und Irena Dessert, zweite Vorsitzende von Kontakt Eberswalde e.V. teil und informierten uns über ihre Integrationsarbeit im Landkreis Barnim.

Mittwoch, 26. Juni in Brandenburg/Havel

Besuch Ursula Nonnemachers im Städtischen Klinikum Brandenburg mit Geschäftsführerin Gabriele Wolter und den Chefarzt Dr. Mathias Sprenger der Klinikabteilung für Anästhesiologie und Intensivtherapie © Fraktion
Ursula Nonnemachers im Städtischen Klinikum Brandenburg mit Geschäftsführerin Gabriele Wolter und den Chefarzt Dr. Mathias Sprenger der Klinikabteilung für Anästhesiologie und Intensivtherapie © Fraktion

Im Städtischen Klinikum Brandenburg trafen wir die Geschäftsführerin Gabriele Wolter und den Chefarzt Dr. Mathias Sprenger der Klinikabteilung für Anästhesiologie und Intensivtherapie zu einem sehr ausführlichen Gespräch.

Frau Wolter stellte dar, dass die neue Investitionspauschale deutlich unter den Erwartungen liegt und dass es dadurch zu Schwierigkeiten im Bereich nötiger Erhaltungs- und Ersatzbeschaffung kommt. Sie freut sich jedoch darüber, dass das Klinikum ab dem 1.1.2014 wieder Schwerpunktkrankenhaus sein wird. Es besteht eine enge Kooperation der kommunalen Krankenhäuser.

Gemeinsam dem Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam wurde die gemeinsame Kinder- und Jugendmedizinklinik gegründet, im Kinder-Klink-Verbund West-Brandenburg GmbH sind beide Kliniken gleichberechtige Partner.

Durch die vom Gemeinsamen Bundesauschuss (GBA) vorgegebene neue Strukturqualität für Perinatal-Zentrum Level 1, was die Ausstattung und Qualifikation der Pflegekräfte betrifft, kommen neue Herausforderungen auf das Klinikum zu. Gemeinsam mit dem Klinikum Neuruppin will das Klinikum Brandenburg die Planung einer Medizinischen Fakultät im Land Brandenburg vorantreiben. Zufrieden zeigte sich Dr. Sprenger darüber, dass von den 21 Stipendiaten, die das Brandenburger Klinikum seit 2009 unterstützt hat, fünf bereits ihre Tätigkeit aufgenommen haben.

Es schloss sich noch ein interessanter Rundgang durch das Klinikum an. Die Rettungsstelle, den Kreissaal, die Frühgeborenen-Intensivstation und die sehr gelungene Physiotherapie-Abteilung beeindruckten uns. Die architektonische Mischung zwischen denkmalgeschütztem Altbau und modernster Kliniktechnik ist gelungen.

Hauptkommissarin J. Schulz, Ursula Nonnemacher und Leiter der Polizeidirektion Peter Meyritz © Fraktion
Hauptkommissarin J. Schulz, Ursula Nonnemacher und Leiter der Polizeidirektion Peter Meyritz © Fraktion

In der Polizeidirektion West trafen wir uns mit dem Leiter der Polizeidirektion, Direktor beim Polizeipräsidium, Peter Meyritz zu einem Informationsgespräch.

Das Gespräch drehte sich um den Stand der Umsetzung der Polizeistrukturreform im Bereich der Polizei Direktion West und über die Personalentwicklung und mögliche Korrekturen bei den Zielzahlen für 2020. Wir sprachen über den Immobilienbestand im Bereich der Polizeidirektion und über die Sicherung der Reviere in den nächsten eineinhalb Jahren.

Gegenstand des Gespräches war auch die polizeiliche Kriminalitätsentwicklung. Sorgen bereiten dort – wie überall – die Zahlen der Einbruchsdelikte, der Diebstahl von Navigationssystemen und die Totalentwendung von PKW.

Zum Abschluss führte uns Hauptkommissarin J. Schulz durch die Räumlichkeiten der Polizeiinspektion in Brandenburg/Havel. Dort leiden die Beamtinnen und Beamten unter den Umbauarbeiten. Bis zur Errichtung des neuen Gebäudes auf dem Gelände wird es erschwerte Arbeitsbedingungen geben. Auf dem Hof der Polizeiinspektion wurden Container aufgestellt, die sogar einen Gewahrsam enthalten werden. Es ist geplant bis 20

Dienstag, 25. Juni 2013 in Wendisch Rietz

Ursula Nonnemacher Besuch beim Hebammenteam vom Hebammenhaus am Hafen in Wendisch/Rietz © Fraktion
Ursula Nonnemacher Besuch beim Hebammenteam vom Hebammenhaus am Hafen in Wendisch/Rietz © Fraktion

Unser Besuch beim Hebammenteam vom Hebammenhaus am Hafen in Wendisch/Rietz, das gleichzeitig auch ein Geburtshaus ist, fand in einer gemütlichen Atmosphäre statt. Beim Gespräch mit den Hebammen Anett Thiele, Anke Wiener und Janina Westphal, die gerade zum zweiten Mal Mutter geworden ist und ihr Baby dabei hatte, wurde deutlich, dass das Geburtshaus eine richtige Willkommenskultur für Neugeborene bietet. Die Frauen kommen aus einem Umkreis von bis zu 50 km zur Betreuung zu Ihnen.

Die Hebammen ermöglichen den werdenden Eltern die freie Wahl des Geburtsortes, entweder Geburtshaus, zu Hause oder in der nahegelegenen Helios Klinik Bad Saarow. Die Zusammenarbeit mit der Helios Klinik beschrieben sie als sehr vertrauensvoll und ihre Arbeit wird sowohl von der Klinikleitung als auch von den Klinikhebammen unterstützt.

Anett Thiele geht davon aus, dass die von Ihnen angebotene individuelle Eins-zu-Eins-Betreuung den hohen Kaiserschnittraten in Brandenburg (29%) entgegenwirkt. Die Verbreitung des Wissens um die natürliche Geburt liegt dem Team sehr am Herzen.

Bei den Hebammen vom Geburtshaus am Hafen gibt es ein vielfältiges Angebot rund um die Geburt, aber sie sehen die direkte Geburtshilfe als ihre Kernaufgabe, von der sie sich auch nicht durch hohe Versicherungs- und sonstige Kosten abhalten lassen. Auch die Ausbildung von Hebammen ist ein Teil ihrer Arbeit.

Dienstag, 25. Juni 2013 in Bad Saarow

Ursula Nonnemacher besucht wir die Landesrettungsschule Brandenburg © Fraktion
Ursula Nonnemacher besucht wir die Landesrettungsschule Brandenburg © Fraktion

Am zweiten Tag der Sommertour besuchten wir die Landesrettungsschule Brandenburg in Bad Saarow-Pieskow. Begleitet wurden wir von Jörg Gleisenstein, dem Direktkandidaten von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestagswahlkreis 63 und Stadtverordneten in Frankfurt/Oder. Der Leiter der Landesrettungsschule Hans-Jürgen Wabnik, die Ökonomin Christina Varchmin und der Rettungsassistent Marcus Wuttke schilderten uns ausführlich, welche praxisorientierten Aus- und Weiterbildungen angeboten werden. Da ein neues Gesetz zur Ausbildung von Notfall-SanitäterInnen verabschiedet wurde, will die Rettungsschule diese neue Ausbildung anbieten. In drei Jahren Ausbildungszeit werden Wissen und praktisches Können für nichtärztliches Rettungsfachpersonal vermittelt.

Auch mich – als langjährig tätige Notfallärztin – beeindruckte die realitätsnahe Ausbildung. Vor Ort besichtigten wir „Einsatz- und Unfallorte“: eine vollständig eingerichtete Wohnung, eine Baustelle, eine Straßensituation mit Autos, Lärm- und Lichtsimulation. Es gab zwei komplette Schockräume, in denen die Patientenübergabe geübt wird.

Eindrucksvoll war auch der „Schminkraum“ mit den Verletzungsattrappen. Jörg Gleisenstein interessierte sich besonders für die grenzübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der Rettungsdienste. Die Landesrettungsschule bietet auch Ausbildungen in Kooperationen mit polnischen und tschechischen Partnern an.

Montag, 24. Juni 2013 in Nauen

Ursula Nonnemacher, starklar für die Sommertour 2013 © Fraktion
Ursula Nonnemacher, starklar für die Sommertour 2013 © Fraktion

Im Gespräch mit Ernst Karger, dem Geschäftsführer des Jugendaufbauwerks Nauen e. V. und seinen Mitarbeitern Herrn Weinrich und Herrn Kirschnick wurde uns erläutert, wie Berufsvorbereitung und berufliche Erstausbildung für die Zielgruppe der Jugendlichen mit Lernbehinderungen oder sozialen Benachteiligungen und die Qualifizierung von Erwachsenen in der Region Nauen gelingen können.

In der außerbetrieblichen Bildungseinrichtung des Jugendaufbauwerks werden Berufe ausprobiert, erprobt und eine Lehrausbildung bis zum Berufsabschluss angeboten. Erlernt werden können folgende Lehrberufe: GärtnerIn, TischlerIn, KöchIn, Restaurantfachfrau/mann, Lagerlogistik sowie VerkäuferIn. Die Ausgebildeten mit Abschluss finden gute Arbeitsmöglichkeiten.

Aufgrund des demografischen Wandels und der Ausschreibungspraxis der Arbeitsagentur fallen zunehmend Ausbildungsgänge weg, weil die wirtschaftlich notwendigen Teilnehmerzahlen nicht mehr zusammen kommen. Das gefährdet die Bandbreite an Ausbildungsmöglichkeiten für die Jugendlichen.

Im Haus der Begegnung  - Mehrgenerationenhaus stellten uns Antje Bienwald und Frau Schempp die gemeinwohlorientierte Jugendarbeit für Nauener Bürger und Bürgerinnen vor. Kinder und Jugendliche treffen sich in kreativen Freizeit-Gruppen, besuchen Computerkurse und können zusammen Kochen. Das Angebot des Mehrgenerationenhauses wird von einer Hauptamtlichen, durch Ehrenamtler und durch Bufdis (Bundesfreiwilligendienst) getragen.

Antje Bienwald, zuständig für die Jugendarbeit, zeigte uns die Arbeit der Jugendclubs im ländlichen Raum. Sozialraumstudien belegen die Notwendigkeit der Jugendarbeit. Gegenwärtig wird die Implementierung eines Jugendkoordinators im Raum Nauen überlegt. Weiterhin war die zukünftige Finanzierung des Mehrgenerationenhauses Thema des Gespräches. Das Land Brandenburg lehnte eine Weiterfinanzierung aus haushalterischen Gründen bereits ab. Es müssen Wege gefunden werden, wie es 2014 weitergeht, wenn die Bundesfinanzierung ausläuft.

Nachmittags trafen wir zu einem Informationsgespräch mit Herrn Jörg Grigoleit, Geschäftsführer der Havelland Kliniken GmbH - Klinik Nauen, zusammen. Gemeinsam mit dem ärztlichen Direktor Klaus Nogai, Marco Bartz, Krankenpflegedirektor und Dorit Zahn, Verwaltungsdirektorin, und Dr. Babette Dietrich, Pressesprecherin Havelland Kliniken, konnten wir nach einer ausführlichen Darstellung der Arbeit der Unternehmensgruppe Havelland Kliniken GmbH noch einen Rundgang durch verschiedene Bereiche des Klinikums anschließen. Die Unternehmensgruppe ist breit aufgestellt. Zu den Klinikstandorten Nauen und Rathenow kommen noch die Gesundheitsservicegesellschaft Havelland mbH, das medizinische Dienstleistungszentrum GmbH, der Rettungsdienst Havelland GmbH und das Wohn- und Pflegezentrum Havelland GmbH hinzu.

Das Klinikum Nauen ist ein kommunales Krankenhaus. Es ist ein medizinisches Zentrum mit Intensiv- und Notfallmedizin. Im ambulanten Operationszentrum werden Eingriffe vorgenommen, ohne dass ein stationärer Aufenthalt nötig wird. Das Klinikum verfügt über eine geburtshilfliche Abteilung. Es stellt im Havelland ein wichtiges Angebot mit stationären Kliniken und Tageskliniken vor allem für das Fachgebiet Geriatrie bereit.