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Verkehr und Infrastruktur | 20.05.19

Versiegelung nicht um jeden Preis – Die Natur bewahren

Bagger © PIRO4D/pixabay.com
© PIRO4D/pixabay.com

Die bündnisgrüne Landtagsfraktion will den Brandenburger Flächenverbrauch durch den Bau neuer Siedlungen, Straßen und Gewerbegebiete und den damit verbundenen Verlust an natürlichen Lebensräumen und Agrarflächen reduzieren. Wie aus einer Großen Anfrage der Fraktion hervorgeht, betrug der Flächenverbrauch in Brandenburg in den Jahren 2012 bis 2016 im Durchschnitt 4 Hektar pro Tag. Ein Entschließungsantrag der Fraktion, der am Mittwoch im Landtag diskutiert wurde, zielt darauf ab, diese Zahl bis 2030 auf 1,3 Hektar pro Tag und perspektivisch auf null zu reduzieren. Dieses Ziel soll – so unser Antrag - künftig im brandenburgischen Landesplanungsgesetz verankert werden. Zudem soll die Landesregierung die Einführung eines Handelssystems mit Flächenkontingenten prüfen.

Der Flächenverbrauch durch die Versiegelung unbebauter Böden und das Zerschneiden zusammenhängender Freiflächen durch Siedlungsgebiete, Gewerbe und Infrastruktur ist eine zentrale Ursache für den Verlust der biologischen Vielfalt. Wie dringend es ist, dem Artensterben entgegenzuwirken, verdeutlicht der kürzlich veröffentlichte Bericht des Weltbiodiversitätsrats. Demnach sind weltweit aktuell eine Million von acht Millionen Arten vom Aussterben bedroht – mehr als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte.

Unser Antrag wurde abgelehnt.

Weiterführende Informationen

>> Entschließungsantrag „Brandenburgs Freiraum und Boden schützen - Flächenverbrauch und Bodenversiegelung reduzieren“ (pdf-Datei)

>> Michael Jungclaus spricht zur Großen Anfrage „Flächenverbrauch und -nutzung in Brandenburg“

>> Bündnisgrüne Fraktion will Verlust natürlicher Lebensräume durch Flächenverbrauch reduzieren

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