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Natur- und Umweltschutz | 03.01.18

Grundwasser in Gefahr

Wasser ist die Grundlage allen Lebens, der Schutz des Grundwassers einer unser wichtigsten Aufgaben. Das Grundwasser aber ist zunehmend in Gefahr – durch immer mehr Düngemittel und Pestizide aus der Landwirtschaft, Gülle aus der Massentierhaltung, durch Einträge aus der Industrie, Altlasten aus der DDR oder unsachgemäße bzw. illegale Müllentsorgung.

Wir haben an dieser Stelle exemplarisch Daten zur Gefährdung unseres Grundwassers zusammengetragen und diese auf den nachfolgenden Karten eingetragen*.

1. Überschreitung des Nitrat-Trinkwassergrenzwertes

Zum ersten sind das 15 Orte, am denen der Nitratgehalt des Grundwasser so hoch ist, dass der Nitrat-Trinkwassergrenzwertes (50 mg/l Nitrat) überschritten wird. Auf unsere Nachfrage hat die Landesregierung nun angekündigt, jeden Ort genau zu untersuchen und die Ergebnisse bis Ende 2019 vorzulegen. Wir bleiben dran!

Mehr zum Thema Nitrat finden Sie in der Anfrage von Benjamin Raschke und der Antwort der Landesregierung.

2. Überschreitung des Uran-Trinkwassergrenzwertes

Hinzu kommen drei Orte, an denen der Uran-Trinkwassergrenzwert (0,01 mg/l) überschritten wird, so etwa am Wasserwerk Wildau im August 2014. Eine Gesundheitsgefahr besteht nach Angaben der Regierung nicht. Bis heute ist jedoch trotz unserer ständigen Nachfragen nicht abschließend geklärt, wie diese Überschreitungen zustande kamen und ob sie für die Zukunft ausgeschlossen werden können.

Mehr zum Thema Uran finden Sie unter anderem in der Anfrage von Benjamin Raschke und der Antwort der Landesregierung.

3. Gefährdung durch illegale Müllhalden

Gefahr droht auch durch die Versickerung giftiger Stoffe aus illegalen Müllhalden. Insgesamt sind über 150 illegale Halden in Brandenburg bekannt - aber nur bei einer Handvoll gab es umfassende Untersuchungen, die eine Grundwassergefährdung ausschließen.

Bei der illegalen Müllablagerung in der Lindower Heide wurde erst durch einen Gerichtsprozess bekannt, dass offenbar seit Jahren toxische Stoffe ins Grundwasser gelangen. Auf unseren Druck hin kündigte das zuständige Wirtschaftsministerium nun zumindest eine vertiefte Untersuchung an. Bei allen anderen reicht nach unserer Ansicht die bloße „Inaugenscheinnahme“ durch die personell unterbesetzten Behörden nicht aus. Wir fordern eine umfassende Übersicht aller illegalen Müllhalden inklusive einer Gefahrenbewertung und einer Kostenschätzung für die Beräumung.

Mehr zum Thema illegaler Müll können Sie unserer Kleinen Anfrage und der Antwort der Landesregierung entnehmen.

 

* = Für eine bessere Übersichtlichkeit haben wir aufgrund der vielen betroffenen Orte zwei Karten erstellt. Sofern keine genauen Geodaten der Messpunkte vorlagen, ist stellvertretend die Ortsmitte der jeweiligen Gemeinde angegeben.

Hinweis: Am 4. Januar haben wir die drei verzeichneten Wasserwerke noch um Maßnahmen ergänzt. Am 11. Januar haben wir zwei illegale Müllhalden in Frankfurt (Oder) aus der Karte genommen, von der eine inzwischen beräumt ist, die andere in einen geregelten Gewerbebetrieb überführt wurde.


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