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Natur- und Umweltschutz | 18.09.18

Mehr Stellen für Brandenburgs Großschutzgebiete

Die bündnisgrüne Landtagsfraktion fordert eine bessere personelle Ausstattung für die drei brandenburgischen Biosphärenreservate, für den Nationalpark Unteres Odertal und Brandenburgs elf Naturparke. Die Verwaltungen der einzelnen Großschutzgebiete müssten so angemessen mit Personalstellen ausgestattet werden, dass sie ihre Aufgaben erfüllen können, heißt es in einem Entschließungsantrag, der anlässlich der Befassung des Landtagsplenums mit einer Großen Anfrage der Fraktion am kommenden Donnerstag diskutiert werden wird. Pro Biosphärenreservat und Nationalpark müssten mindestens zwölf Stellen zur Verfügung stehen, pro Naturpark fünf Stellen. Derzeit fehlten in den Großschutzgebieten mindestens 29 Stellen.

„Lange Zeit galt Brandenburgs Großschutzsystem als Vorreiter im Naturschutz. Doch seit vielen Jahren betreibt Brandenburgs Landesregierung einen Rückbau im Naturschutz. In den Großschutzgebieten fehlt dadurch inzwischen ein Drittel des Personals“, kritisierte der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Benjamin Raschke. Er verwies auf die Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage. Externe Evaluationen hätten die unzureichende Personalausstattung offen gelegt.

„Die rot-rote Landesregierung hat im Koalitionsvertrag vereinbart, sich für die Stärkung der Großschutzgebiete einzusetzen, die auch für den Naturtourismus und die nachhaltige Entwicklung der jeweiligen Regionen eine zentrale Rolle spielen.  Umweltminister Jörg Vogelsänger tut jedoch genau das Gegenteil“, sagte Benjamin Raschke. Der Nationalpark Unteres Odertal sei aus der zentralen Verwaltung herausgelöst und direkt dem Ministerium unterstellt worden. Dann wurden Pläne bekannt, die im Landesamt für Umwelt angesiedelte Abteilung Großschutzgebiete mit der Abteilung Naturschutz zusammenzulegen, obwohl das Aufgabenspektrum der Großschutzgebiete weit über den Naturschutz hinausgeht. Zudem wurden, wie aus der Beantwortung unserer Großen Anfrage hervorgeht, seit 2005 31 Personalstellen in den Großschutzgebieten abgebaut, dass entspricht einem Minus von 30 Prozent.

Benjamin Raschke verwies darauf, dass das Man and Biosphere Nationalkomitee (MAB) bereits 2011/12 alle drei Bioshärenreservate Brandenburgs evaluiert und eine Verbesserung der Personalausstattung angemahnt hat. Er verwies zudem darauf, dass die Aufgaben, die die Verwaltungen der Großschutzgebiete zu erfüllen haben, in den vergangenen Jahren gestiegen sind.

>> Entschließungsantrag „Brandenburger Großschutzgebiete stärken und mit ausreichend Personal ausstatten“ (pdf-Datei)

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