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Bildung, Wissenschaft, Kultur | 26.02.19

Bildung und Inklusion: Die Zukunftsinvestition

Illustration: Kinder mit einem Kita-Erzieher © Kristina Heldmann/Zitrusblau
© Kristina Heldmann/Zitrusblau

Gute Bildung beginnt früh: bei der Betreuung der Jüngsten. Auf unsere Initiative hin beschlossen vier Fraktionen einen Antrag zum Qualitätsmonitoring in Kindertagesstätten. Ab dem Sommer 2019 können jährlich 150 Kitas ihre Bildungsarbeit freiwillig wissenschaftlich untersuchen lassen. Sie erhalten eine Rückmeldung zu ihrer Arbeit und Unterstützung zur Weiterentwicklung.

Ganze sieben Mal haben wir – teilweise gemeinsam mit der CDU – im Landtag die Einführung einer sogenannten dritten Betreuungsstufe gefordert. Kinder können zwar auch heute schon länger als 7,5 Stunden am Tag in Kitas betreut werden. Aber dafür müssen die Kommunen alleine aufkommen, worunter häufig die Qualität der Betreuung leidet – zu wenige ErzieherInnen betreuen zu viele Kinder. Unsere Forderung wurde von der rot-roten Regierungskoalition leider immer wieder abgelehnt.

Wir haben angeregt, den Fachkräftebericht für die Kindertagesbetreuung fortzuschreiben. Er informiert regelmäßig darüber, wie der Bedarf an Kita-ErzieherInnen gedeckt werden kann beziehungsweise welche Maßnahmen die Landesregierung plant. Hintergrund: In mehreren Brandenburger Städten können Plätze in Kindertageseinrichtungen nicht vergeben werden, weil qualifiziertes Personal fehlt.

Mitmischen jetzt!

Mehr Orte zum Spielen, besseres Schulessen oder schnellerer Internetzugang: Kinder und Jugendliche haben viele Ideen, was sie gerne ändern würden. Wir haben – in enger Zusammenarbeit mit Jugendverbänden und anderen Trägern – nach mehreren Anläufen endlich erreicht, dass die Kinder- und Jugendbeteiligung in der Kommunalverfassung verankert wurde. Nun müssen mögliche Beteiligungsformen vor Ort erprobt und unterstützt werden.

Quer eingestiegen, gut ausgebildet

In Brandenburg herrscht Lehrkräftemangel; mindestens noch bis zum Jahr 2025 werden zu wenige voll ausgebildete LehrerInnen zur Verfügung stehen. QuereinsteigerInnen – die in manchen Schulen die Hälfte des Lehrkörpers ausmachen – können eine echte Bereicherung sein, denn sie bringen Erfahrung aus ihrer Berufspraxis mit ins Klassenzimmer. „Allerdings müssen wir ihnen eine gute Weiterbildung in Pädagogik und Fachdidaktik anbieten“, sagt unsere bildungspolitische Sprecherin Marie Luise von Halem. Auf Basis eines Antrags unserer Fraktion hat die Landesregierung ein Konzept zur Qualifizierung von SeiteneinsteigerInnen beschlossen und eine Änderung des Lehrerbildungsgesetzes eingebracht. Ein 12 Bilanz Erfolg – auch wenn wir weiterhin deutlichen Nachbesserungsbedarf sehen.

Unterricht vor Ort

Natur fühlen, riechen und schmecken oder Geschichte hautnah erleben und erfahren: Das prägt sich ein. Beim Unterricht vor Ort bleibt mehr hängen als auf der Schulbank. Deswegen machen wir uns für den Erhalt außerschulischer Lernorte stark. Die Regierungskoalition hat in einem Beschluss dazu wesentliche Aspekte eines Antrags, den wir gemeinsam mit der CDU eingebracht hatten, übernommen.

 

 

Inklusion: Gute Bildung für alle!

Für uns sind Inklusion und inklusiver Unterricht zentrale Themen. Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit – mit und ohne Behinderung – sollen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Um den Erfolg der Inklusion in Brandenburg zu bewerten, haben wir bei dem Bildungsexperten Wilfried Steinert ein Gutachten in Auftrag gegeben. Ergebnis: Die gemeinsame Beschulung kommt gut voran, ist aber noch ausbaufähig. Es fehlt vor allem an (sonder)pädagogischem Personal und den rechtlichen Regelungen. Mehr dazu im Gutachten unter gruenlink.de/1jzj.