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Flughafen BER

Der jetzt offiziell bekannt gegebene Termin zur Inbetriebnahme des Fluggastterminals im Herbst 2020 ist mit sehr großen Risiken versehen. Die Gefahr ist zudem groß, dass jetzt auch die eigentlich für Lärmschutz und Kapazitätserweiterung vorgesehenen Gelder ausgegeben werden und die Eröffnung des Flughafens trotzdem scheitert. Daher fordern wir eine komplette Neuausrichtung des Projektes. Es müssen Interimslösungen zur Übernahme weiterer Verkehre von Tegel geschaffen und der gesetzlich vorgeschriebene Schallschutz für die AnwohnerInnen Tegels und Schönefelds realisiert werden.

Wir Grüne haben beim BER immer Transparenz eingefordert und werden dies noch intensivieren. Nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil von Ende 2017 zur erweiterten Auskunftspflicht über Unternehmen in öffentlichem Eigentum lassen wir uns nicht mit Hinweisen auf Geschäftsgeheimnisse abspeisen.

Die Region braucht keinen High-End-Flughafen, sondern funktionierende Infrastrukturen und ein nachhaltiges Mobilitätskonzept. So viel Flugverkehr wie nötig und so wenig wie möglich, ist unsere Devise. Innerdeutscher Flugverkehr soll auf die Schiene verlagert und den Billigairlines Grenzen gesetzt werden. Wir treten weiter für eine Entlastung aller FlughafenanrainerInnen von Lärm und Abgasen ein. Wir stehen auf gegen eine dauerhafte Offenhaltung von Tegel.

Wir brauchen einen klaren Cut bei der FBB, und es ist jetzt Aufgabe der Anteilseigner von Bund und Ländern, zügig neue Strukturen und Verantwortlichkeiten zu schaffen. Ziel muss sein, in Schönefeld schnell und kostengünstig funktionstüchtige und ausreichende Abfertigungskapazitäten zu errichten. Dabei kann man sich an praktikablen Lösungen orientieren, wie sie überall auf der Welt gut funktionieren. Am Ende ist ein Terminal ein Funktionsgebäude und kein Luxuskaufhaus. Der Versuch das Terminal in diese Richtung zu entwickeln, ist gescheitert und darf nicht fortgesetzt werden.

Aktuelles

01.03.17 | Rede

Benjamin Raschke spricht zu unserem Antrag "Luftbelastung durch Ultrafeinstaub im Umfeld des BER"

„Die bisherige Luftgütemessstation am Flughafen erfasst nur Daten in unmittelbarer Nähe der Start- und Landebahnen. Das schützt eben nicht die AnwohnerInnen.“
01.03.17 | Rede

Axel Vogel spricht zur Aktuellen Stunde "Ratlosigkeit in Brandenburg: Flughafen BER"

„Der BER scheint der offenkundige Beweis für die Gültigkeit von Murphys Gesetz - alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen - zu sein“
10.11.16 | Rede

Axel Vogel spricht zum Antrag der BVB/FREIE WÄHLER Gruppe „Nachtflugverbot 22-6 Uhr am BER umsetzen“

„Die Bemühungen in der letzten Legislaturperiode sind am Widerstand Berlins und des Bundes gescheitert.“
20.10.16 | Pressemitteilung

Grünen-Fraktionschef Vogel kritisiert Wachstums-Euphorie von Flughafenplanern

(Nr. 137) Landesregierung und Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) müssen sich „von Plänen für ein maßloses Wachstum des Flugverkehrs“ verabschieden. Begrenzung der Starts- und Landungen am BER erforderlich.
05.10.16 | Pressemitteilung

Flughafengesellschaft kehrt Ultrafeinstaub unter den Teppich

Die Aussage der FBB zur Luftqualität rings um Schönefeld ist bestenfalls die halbe Wahrheit, denn die Messvorrichtungen sind nur bedingt zur Erfassung geeignet.