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Pressemitteilung | 07.08.18

Tierschutz geht anders: Brandenburger Tierhaltungsanlagen werden nur alle 16 Jahre kontrolliert

(Nr. 142) Wie eine Anfrage der Bundestagsfraktion der FDP ergeben hat (die MAZ berichtete gestern), werden Tierhaltungsbetriebe in Brandenburg durchschnittlich nur alle 16,4 Jahre kontrolliert. Hierzu äußerte sich der landwirtschaftspolitische Sprecher der bündnisgrünen Landtagsfraktion Benjamin Raschke wie folgt:

„Die Tierhaltungsbetriebe stehen ohne Zweifel unter großem wirtschaftlichem Druck, doch darf dies nicht zu Lasten der Tiere gehen. Da ist Vertrauen gut, aber Kontrolle besser. Genau die aber fehlt – ein von Land und Landkreisen ernst genommener Tierschutz sieht anders aus. Ich erwarte von der Landesregierung, dass sie gemeinsam mit den Landkreisen konsequenter gegen Tierquälerei und schlechte Haltungsbedingungen vorgeht.

Leider kommen immer wieder grauenhafte Bilder von miserablen Haltungsbedingungen in brandenburgischen Tierhaltungsbetrieben ans Tageslicht, zuletzt beispielsweise aus Neuzelle, Roggosen oder Günthersdorf. Sie verdeutlichen, dass Verstöße gegen das Tierschutzgesetz viel zu oft vorkommen. Wie die Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion ergab, wurden in Brandenburg zuletzt bei fast jedem sechsten Betrieb Verstöße festgestellt.“

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