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Pressemitteilung | 16.03.18

Konzept zur Qualifizierung von SeiteneinsteigerInnen – Ministerium hat zu viel Zeit verstreichen lassen

(Nr. 54) Zum heute vorgestellten Konzept für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger für  den Schuldienst in Brandenburg sagt die bildungspolitische Sprecherin der FRAKTION BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, MARIE LUISE VON HALEM:

„Das jetzt endlich vorgelegte Konzept verzögert die Einstiegsqualifizierung weiter. Die verpflichtende dreimonatige Vorbereitung vor Einstieg in den Schuldienst gilt jetzt erst ab dem zweiten Schulhalbjahr 2018/2019. Unsere Fraktion hatte mehrfach gefordert, SeiteneinsteigerInnen verpflichtend vor Eintritt in die Schulpraxis gut und umfangreich vorzubereiten, da sie in der Regel eine fachliche, aber keine pädagogische Erfahrung mitbringen. Diese Vorbereitung einzuführen, begrüßen wir, denn die Zahl der SeiteneinsteigerInnen wird in den nächsten Jahren noch ansteigen und bei den Neueinstellungen bis zu 50 Prozent ausmachen.

Die SeiteneinsteigerInnen, die zum nächsten Schuljahr anfangen zu arbeiten, werden noch nach dem bisherigen System praxisbegleitend geschult. Hier hat die Landesregierung zu viel Zeit verstreichen lassen, schließlich wissen wir seit Langem, dass wir auf den Seiteneinstieg in unsere Schulen angewiesen sind.

Ob das jetzt vorgelegte Konzept tatsächlich der Heterogenität der Bildungsverläufe gerecht werden kann, muss in den nächsten Wochen geprüft werden.

Der kürzlich bekannt gewordene Umgang mit der Einstufung und späteren Gehaltsrückstufung von SeiteneinsteigerInnen war unprofessionell. Kein Unternehmen könnte sich einen solchen Umgang mit Arbeitskräften leisten, für die es eigentlich dankbar sein müsste. Statt Werbung um wertvolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreibt das Ministerium hier Abschreckung.“

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