Direkt zum Inhalt springen
Zum Inhalt springen
Pressemitteilung | 05.10.18

Friedensnobelpreis für Denis Mukwege und Nadia Murad extrem wichtiges Signal im Kampf gegen sexuellen Missbrauch

(Nr. 184) Die Vorsitzende der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ursula Nonnemacher hat die heutige Vergabe des Friedensnobelpreises an den kongolesischen Arzt Denis Mukwege und die irakische Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad als „extrem wichtiges Signal“ im Kampf gegen sexuelle Übergriffe, sexuellen Missbrauch und Vergewaltigungen bezeichnet.

„Ob in Deutschland, den USA, Indien, Südafrika, dem Irak oder sonstwo auf der Welt: Sexuelle Übergriffe, sexueller Missbrauch und Vergewaltigungen ereignen sich weltweit millionenfach pro Jahr. Der allergrößte Anteil der Opfer sind Frauen. Mit seiner Entscheidung lenkt das Osloer Nobelkomitee die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf das Thema sexueller Missbrauch. Es würdigt damit nicht nur Denis Mukwege und Nadia Murad, sondern bestärkt alle, die sich gegen dieses Unrecht wenden. Die Entscheidung ist für mich auch ein Zeichen der Anerkennung an die #metoo-Bewegung“, sagte Ursula Nonnemacher.

„Bedingt durch die Debatten, die wir im Brandenburger Landtag über die grausamen Verbrechen des `islamischen Staates´ und die tausendfache Versklavung jesidischer Mädchen und Frauen im Irak durch Kämpfer des IS im Jahr 2014 geführt haben, freut es mich besonders, dass die UN-Sonderbotschafterin Nadia Murad nun Trägerin des Friedensnobelpreises wird.  

Auf Initiative unserer und der CDU-Fraktion haben wir im Brandenburger Landtag einen fraktionsübergreifenden Beschluss zur Aufnahme eines begrenzten Kontigents von betroffenen Jesidinnen gefällt. Auch wenn die Umsetzung des Beschlusses nicht einfach ist, haben wir deutlich gemacht, dass das Schicksal der Jesidinnen auch uns angeht und wir konkrete Hilfe leisten werden. Wie Nadia Murad anlässlich der Beschlussfassung im Landtag in Potsdam über das sprach, was ihr IS-Kämpfer angetan haben und was ungezählten Leidensgenossinnen von ihr in ähnlicher Form zugefügt wurde, werde ich nie vergessen.“

Mehr zum Thema Frauen/Gender, Demokratie, Recht und Innenpolitik