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Pressemitteilung | 03.10.20

‚Tafelsilber der deutschen Einheit‘ hat sich in Brandenburg vermehrt

Anlässlich des Einheitsjubiläums äußert sich die naturschutzpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Brandenburg Isabell Hiekel wie folgt:

„Wenn wir in diesen Tagen über die deutsche Einheit sprechen, dürfen wir nicht das ‚Tafelsilber der deutschen Einheit‘ vergessen: die vielfältigen und wertvollen Natur- und Kulturlandschaften Ostdeutschlands. Toll, dass es gelungen ist, in den vergangenen dreißig Jahren die Brandenburger Großschutzgebiete – 1990 zunächst drei – zu erhalten und deutlich auszubauen! Heute umfasst das System der Schutzgebiete in Brandenburg neben dem Nationalpark ‚Unteres Odertal‘, den Biosphärenreservaten ‚Schorfheide-Chorin‘, ‚Spreewald‘ und ‚Flusslandschaft Elbe‘ auch elf Naturparke, die einen festen Platz im Verbund der Nationalen Naturlandschaften haben.“

Sie ergänzt:

„Auf meiner Sommertour durch die nationalen Naturlandschaften konnte ich mich davon überzeugen, dass viele fruchtbare Partnerschaften zwischen den Schutzgebietsverwaltungen und den Partnern in den Regionen entstanden sind. Das Ergebnis sind nicht nur die Besucherzentren, die meist durch Fördervereine betrieben werden. Es sind vielfältige Projekte und Angebote entstanden, die weit über den Schutzgedanken hinaus gehen und eine nachhaltige Regionalentwicklung im Auge haben. Um diese Erfolgsgeschichte auch dreißig Jahre nach dem Beginn fortzuschreiben und zukunftsorientiert auszurichten, bedarf es der weiteren Unterstützung durch die Landesregierung. Dafür werden wir uns auch weiterhin stark machen.“

Hintergrund

Vor 30 Jahren wurde in der letzten Sitzung des Ministerrates das Nationalparkprogramm der DDR beschlossen. Auf dem Gebiet Brandenburgs wurden 1990 das Biosphärenreservat „Spreewald“, das Biosphärenreservat „Schorfheide-Chorin“ und der Naturpark „Märkische Schweiz“ als sogenannte Großschutzgebiete eingerichtet und mit Schutzgebietsverwaltungen ausgerüstet. Diese hatten die Aufgabe, die Gebiete als Modellregionen für den nachhaltigen Umgang mit der Natur zu entwickeln.

Dieses Konzept wurden in den 30 Jahren seit der Wende ausgebaut. Heute zählt Brandenburg 15 Naturlandschaften, die zusammen ein Drittel der Landesfläche einnehmen. Eingegliedert in drei Biosphärenreservate, elf Naturparks und einem Nationalpark repräsentieren sie gemeinsam alle Lebensräume und Landschaften Brandenburgs und sind nicht nur Modellregionen für eine nachhaltige Regionalentwicklung , sondern auch Schwerpunkte des Naturtourismus unseres Landes.

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