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Pressemitteilung | 30.04.20

Geplanter Radweg auf dem Bahndamm: Bündnisgrüne fordern Potentialanalysen für Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken

Auf den Bahndamm zwischen Wittstock und Mirow soll ein Radweg errichtet werden. Dazu hat die Stadt Wittstock mit der der Regioinfra-Gesellschaft in Putlitz einen Pachtvertrag geschlossen. Allerdings steht diese ehemalige Bahnstrecke auf einer Liste potentieller, reaktivierungswürdiger Schienenstrecken, die der Verband der Verkehrsunternehmen (VDV) und die Allianz pro Schiene (ApS) für den Bund erarbeitet haben. Der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Brandenburg, Clemens Rostock, bat im Rahmen einer Kleinen Anfrage die Landesregierung um ihre Einschätzung. Diese macht in ihrer Antwort deutlich, dass sie davon ausgeht, dass Schienenverkehr dort nicht absehbar ist.

Dazu Clemens Rostock: „Die entscheidende Frage zur Bewertung des geplanten Radwegs auf dem Bahndamm ist, wann dort wieder Züge fahren könnten. Auf der Reaktivierungsliste von ApS und VDV erhält die Strecke die Priorität B. Da fast alle Strecken mit Priorität A bereits in den Infrastrukturmaßnahmen i2030 enthalten sind, welche wiederum gemeinsam mit Berlin und dem Bund bereits beschlossen wurden, heißt das, dass diese Strecke bald untersucht werden sollte. Wir Bündnisgrüne wollen im Zuge der Erstellung des nächsten Nahverkehrsplans Potentialanalysen für die Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken erstellen. Die Strecke Wittstock-Mirow sollte aus unserer Sicht unbedingt dabei sein. Wir haben die Hoffnung, dass hier in nicht allzu ferner Zukunft wieder Züge rollen.“

Die Landesregierung schreibt in ihrer Antwort auch, dass die Schienenstrecke für den Radweg nicht entwidmet werden soll. Dazu Clemens Rostock: „Das ist gut und wichtig. Damit könnte der Bahndamm relativ schnell wieder als Schienenstrecke reaktiviert werden, wenn die Potentialanalysen den Bedarf anzeigen und das Land in der Folge dort wieder Nahverkehrszüge bestellen würde.“

>> Die Kleine Anfrage und Antwort der Landesregierung (pdf-Datei)

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