Direkt zum Inhalt springen
Zum Inhalt springen
Pressemitteilung | 09.08.17

Schweine bei Großbrand in Schweinemast verbrannt: Grüne fordern Behörden zu mehr Brandschutz auf

(Nr. 128) Laut Medienberichten sind bei einem Brand in einer Schweinemastanlage in Frankenförde (Teltow-Fläming) 2600 Tiere, darunter hauptsächlich Ferkel, verbrannt. Dazu nimmt der landwirtschaftspolitische Sprecher der FRAKTION BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN BENJAMIN RASCHKE wie folgt Stellung:

„Jedes Jahr sterben in Brandenburg Tiere bei Stallbränden, meist arme Schweine. Das Gesetz, die Brandenburger Bauordnung, sagt klar: Die Ställe müssen so beschaffen sein, dass eine Rettung der Tiere möglich ist. Offenbar wird das Gesetz nicht ausreichend umgesetzt. Ich fordere die Behörden auf, ihre Brandschutzvorgaben zu überarbeiten. Wir dürfen nicht billigend in Kauf nehmen, dass immer wieder Tiere nicht rechtzeitig gerettet werden können. Nicht nur der Tod der Tiere, sondern auch die emotionalen und finanziellen Folgen für die Bauern machen jeden Brand zur Tragödie. Das muss nicht sein.“

Hintergrund

2014 kam es in Marienwerder zu einem Brand, 1.300 Ferkel starben. 2015 kamen ebenfalls in Marienwerder 3.000 Ferkel bei einem Brand um. 2016 verendeten 900 Schweine bei einem Feuer in der Prignitz. Bis 2015 sind die Fälle in der Antwort auf unsere Kleine Anfrage „Brandschutzauflagen in Tierhaltungsanlagen“ dokumentiert.

Zur Umsetzung der Bauordnung müssen vom Betrieb Brandschutzkonzepte erarbeitet und von den Behörden abgenommen werden. Oftmals fehlt es an  Brandmeldeeinrichtungen in den Ställen, oder es ist nicht festgelegt, wieviel Zeit vom Auftreten einer Havarie bis zum Eintreffen einer verantwortlichen Person vor Ort höchstens vergehen darf.

>> Kleine Anfrage „Brandschutzauflagen in Tierhaltungsanlagen“ und Antwort der Landesregierung als pdf-Datei

Mehr zum Thema Für eine bäuerliche Landwirtschaft, keine industrielle Massentierhaltung, Ländlicher Raum