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Pressemitteilung | 23.11.17

BER – deprimierendes Zeugnis systemischen Versagens

(Nr. 185) 2000 Tage sind seit der abgesagten Eröffnung es BER im Jahr 2012 vergangen. Nun berichten die Potsdamer Neuesten Nachrichten über neue gravierende Probleme, durch die eine Eröffnung 2019 oder 2020 höchst unwahrscheinlich wird. Dazu sagt der Vorsitzende der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, AXEL VOGEL:

„Die Unfähigkeit der Baufirmen, der Flughafengesellschaft und der sie beaufsichtigenden Anteilseigner, den BER fertigzustellen, ist ein deprimierendes Zeugnis eines systemischen Versagens.

Die Flughafengesellschaft ist unfähig, bauen zu lassen. Die Anteilseigner Brandenburg, Berlin, Bund und der FFB-Aufsichtsrat sind nicht in der Lage, die richtigen Korrekturen einleiten. Und die Mehrheiten in den Parlamenten, die die Anteilseigner kontrollieren sollen, haben in der Vergangenheit viel zu zahnlos agiert, weil Regierungskoalitionen ihre schützende Hand über ihre Leute hielten.

Mit einer gewissen Regelmäßigkeit wird der Flughafen-Geschäftsführer durch einen neuen Hoffnungsträger ausgetauscht, der verspricht alles besser zu machen - bis zu dem Punkt, wo klar wird, dass er dieses Versprechen nicht hält.

An diesem Punkt scheint jetzt auch Lütke Daldrup bald zu stehen. Am Montag hat er im Landtag mit einer umfangreichen Präsentation Stimmung für einen gigantischen BER-Ausbau gemacht und wundervolle Luftschlösser einer Airport-City an die Wand gemalt.

Wenn die neuen Informationen des Tagesspiegels aber stimmen, dann hat er seinen Geldgebern jedoch verschwiegen, wie es um die Fertigstellung des BER wirklich steht. Hierzu wird er bei der Sonderausschussitzung am 18.12. den Abgeordneten umfassend Auskunft geben müssen.“

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