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29.04.15

Taktverdichtung durch mehr Züge auf der Strecke Werder-Potsdam

Marie Luise von Halem:

Die Zeppelinstraße in der Stadt Potsdam ist die Haupteinfahrtsstraße für Pendlerinnen und Pendler, die aus Richtung Brandenburg/Havel, Werder, Geltow nach Potsdam fahren. Mit 27.000 Fahrzeugbewegungen pro Tag ist die Straße stark frequentierte Verkehrsader (B1) und Unfallschwerpunkt. Hohe Stickoxid- und Feinstoffwerte an der Dauermessstelle in der Zeppelinstraße sind ein Problem, in den vergangenen Jahren kam es regelmäßig zur Überschreitung gesetzlich vorgegebener EU-Grenzwerte. Es gibt daher Pläne, die B1 innerhalb Potsdams in der Zeppelinstraße für den Autoverkehr auf drei Spuren zu reduzieren. Viele Bürgerinnen und Bürger auch aus den Umlandgemeinden haben Sorge vor langen Staus und fordern Alternativen für den ÖPNV.

Parallel zur Zeppelinstraße und zur B1 verläuft die Bahnstrecke Werder-Potsdam-Berlin. Eine Verdichtung des Haltetaktes durch mehr Züge hätte eine Verkehrsentlastung auf der Zeppelinstraße zur Folge.

Daher frage ich: Wird sich die Landesregierung für mehr Zugverbindungen auf der Strecke Werder-Potsdam einsetzen?

 

Antwort der Landesregierung:

Der Landesregierung liegen bisher keine konkreten Planungen der Landeshauptstadt Potsdam zur Umgestaltung der Zeppelinstraße und zu den daraus ggf. resultierenden verkehrlichen Auswirkungen vor. Unabhängig davon ist es Ziel der Landesregierung, ein gut abgestimmtes öffentliches Regional- und Nahverkehrsangebot zu gewährleisten. Im Raum Brandenburg, Werder, Geltow und Potsdam bestehen gute Regional- und Nahverkehrsverbindungen.

Der VBB führt im Auftrag des Landes Brandenburg derzeit Untersuchungen zum schienengebundenen Regionalverkehr u. a. für den Korridor Werder/Havel - Potsdam - Berlin durch. Auf der Grundlage der Ergebnisse wird im Rahmen der Fortschreibung des Landesnahverkehrsplanes über Bedarf und Möglichkeiten der Nachsteuerung zu entscheiden sein.

Ministerin Kathrin Schneider