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01.03.17

Verdunstungsmessung zum Wasserverlust im Pastlingsee

Heide Schinowsky:

Von mehreren betroffenen Gewässern in der Umgebung des Tagebaus Jänschwalde (Landkreis Spree-Neiße) verzeichnete der Pastlingsee im Jahr 2015 den massivsten Wasserrückgang, was ein dramatisches Fischsterben zur Folge hatte. Vattenfall wies seinerzeit zwar einen Zusammenhang vom großflächigen Abpumpen des Grundwassers mit dem Wasserverlust in den Seen zurück; übernahm aber gleichwohl die Kos-ten für die Zuleitung von Wasser in den Pastlingsee.

Warum der Pastlingsee in den vergangenen Jahren so viel Wasser verlor und schrumpfte, ist immer noch strittig. Das Land wollte hierzu ein Gutachten in Auftrag geben. Dem Vernehmen nach hat das Landesumweltamt als ersten Schritt zur Klärung dieser Frage eine Verdunstungsmessung in Auftrag gegeben, die inzwischen abgeschlossen ist.

Ich frage die Landesregierung: Wann werden die Ergebnisse der Verdunstungsmessung am Pastlingsee der Öffentlichkeit zugänglich gemacht?

Antwort der Landesregierung:

Zur Ermittlung der natürlichen Verdunstungsverluste am Pastlingsee hat die LEAG das Grundwasser-Consulting-Institut GmbH Dresden (GFI GmbH) beauftragt, eine Verdunstungsmessung auf dem Pastlingsee durchzuführen. Der Bericht liegt seit Dezember vor und wird derzeit im Umweltressort und dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) geprüft und bewertet. In der für März vorgesehenen Sitzung der Arbeitsgruppe zum Pastlingsee werden die Er-gebnisse des Gutachtens vorgestellt.

Im Anschluss daran wird die Öffentlichkeit in geeigneter Weise über das Ergebnis der Arbeitsgruppensitzung informiert.

Der Bericht selbst kann jedoch nicht von uns veröffentlicht werden, da er Eigentum der LEAG ist.

Mit freundlichen Grüßen
MinisterJörg Vogelsänger