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Kleine Anfrage | 09.03.17

Gedenkstättenbesuche

>> Die Kleine Anfrage und Antwort der Landesregierung als pdf-Datei

(Nr. 2535 – Marie Luise von Halem und Heide Schinowsky) Die Enquêtekommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur empfahl, die Gedenkstät-tenbesuche von Schulklassen auszubauen sowie den Einsatz der Gedenkstättenlehrerinnen und -lehrer zu verstärken. Der Koalitionsvertrag (Abschnitt 10.3) legt als Mindestanforderung fest, dass jeder Brandenburger Schüler/jede Brandenburger Schülerin im Laufe der Schulzeit wenigstens einmal sowohl einen Gedenkort der Op-fer der NS-Zeit als auch der SED-Diktatur besuchen soll. Eine wesentliche Voraussetzung zur Umsetzung dieser Verpflichtung bilden die im Land Brandenburg an insgesamt 11 Gedenkstätten eingesetzten 13 Lehrkräfte zur Betreuung von Schulklassen.

Wir fragen die Landesregierung:
1. Wie viele Brandenburger Schülerinnen und Schüler besuchten seit dem Jahr 2014 laut der Besucher-Statistiken die jeweiligen Gedenkstätten? (Bitte Aufgliederung nach den o. g. Gedenkstätten für die Jahre 2014, 2015 und 2016)
2. Wie viele Schülerinnen und Schüler nahmen darüber hinaus an Zeitzeugen-Gesprächen teil? (Bitte Aufgliederung wie unter 1.)
3. Wie viele Schülerinnen und Schüler verließen in den Jahren 2014-2016 zum jeweiligen Schuljahresende die Brandenburger Schulen?
4. Wie hoch waren die Ausgaben jeweils in den Jahren 2014-2016 für Honorare für Zeitzeugengespräche?
5. Wie viele Gedenkstättenlehrerinnen und -lehrer waren in den Jahren 2014-2016 wo eingesetzt?
6. In welcher Höhe wurde in den Jahren 2014-2016 die Landesförderung für Schüler-Reisekosten zu Gedenkstätten in Anspruch genommen? (Bitte aufgliedern nach NS-Zeit und SED-Diktatur-Gedenkstätten)
7. Wie bewertet die Landesregierung die Umsetzung des o. g. Koalitionsvertrags-Vorhabens seit 2014 ein?
8. Ist eine Aufstockung der personellen und finanziellen Kapazitäten im Sinne der Empfehlungen der Enquêtekommission zum Ausbau der Gedenkstättenangebote geplant?