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Kleine Anfrage | 20.07.17

Betonfraß durch die hohe Sulfatbelastung der Spree?

>> Kleine Anfrage und Antwort der Landesregierung als pdf-Datei

Die Spree führt seit Jahren eine große Sulfatfracht mit sich. Damit sind Brücken, Schleusen und andere wasserbauliche Einrichtungen sowie Gebäude am Ufer dem bergbaubedingt hohen Sulfatgehalt ausgesetzt. Beton zeigt unter bestimmten Bedingungen „Betonfraß“ („Sulfattreiben“, „Betontreiben“ oder auch „Zementbazillus“). Unklar ist bisher, welche Bauwerke an der Spree in welchem Ausmaß betroffen sind.

Ich frage daher die Landesregierung:

1. Wie hat sich die Sulfatbelastung der Spree in den letzten 10 Jahren entwickelt (bitte nach Messstellen und Quartalen auflisten)?

2. Ab welchem Sulfatgehalt im Wasser ist eine Schädigung von Betonbauwerken durch Betonfraß nach Kenntnis der Landesregierung verstärkt zu beobachten?

3. Werden die Schäden durch Betonfraß an Bauwerken an der Spree erfasst? Wenn ja, welche Schäden der letzten 10 Jahre sind bekannt (bitte auflisten, jeweils mit EigentümerIn), wenn nein, warum werden die Schäden nicht erfasst?

4. Welche Sanierungen oder Ersatzneubauten an Bauwerken an der Spree wurden in den letzten 10 Jahren durchgeführt (bitte auflisten, jeweils mit Grund für die Baumaßnahmen und Kosten)?

5. Wie wird bei Planung und Bau neuer Bauwerke entlang der Spree sichergestellt, dass zukünftig keine neuen Schäden durch die hohe Sulfatbelastung entstehen?

6. Welche zusätzlichen Kosten entstehen durch Schutzmaßnahmen gegen sulfatbedingte Schäden und wer trägt diese?