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Kleine Anfrage | 21.06.19

Fehlender Lückenschluss bei Radweg an der B 198

>> Kleine Anfrage als pdf-Datei.

(Nr. 4650 - Axel Vogel) Im Dezember 2018 wurde nach 15 Monaten Bauzeit unter Vollsperrung die B 198 wieder für den Verkehr freigegeben. Parallel zu der teilweise dreispurig ausgebauten Straße wurde ein Radweg errichtet. Dieser wurde während der Bauzeit durch den Schulbus befahren, nur der Unterbau wurde fertiggestellt. Nach Ende der Bauzeit wurde die Auffahrrampe für den Bus zurückgebaut und der Radweg endet nun mitten auf dem Acker. Die Nutzung der dreispurigen Schnellstraße ist in diesem Bereich für Radfahrer verboten, weil es viel zu gefährlich wäre. Die Stadt Angermünde ist für die Orte Groß und Klein Ziethen seitdem für Radfahrer faktisch nicht mehr zu erreichen. Anstatt der versprochen sicheren Anbindung wurde die Region vollkommen abgeschnitten.

Die 10 km lange Strecke nach Angermünde wurde zuvor sowohl von den Ziethener Einwohnern, Schülern als auch von vielen Touristen regelmäßig mit dem Rad befahren. Mit dem Bahnhof in Angermünde besteht die Anbindung an den Zugverkehr Richtung Berlin, Stralsund, Schwedt und Stettin. Außerdem wird von vielen Radwanderern die Strecke zum Erreichen des Geopark-Informationszentrums in Groß Ziethen und des Eingangstores in das Weltnaturerbe Grumsiner Forst genutzt. Eine Anbindung dieser regionalen touristischen Höhepunkte an das überregionale Fahrrad- und Bahnnetz spielt nicht zuletzt auch eine wirtschaftliche Rolle für die Gemeinde Ziethen.

In der Antwort auf die Kleine Anfrage 4030 gibt die Landesregierung an, sie wolle das noch nicht fertig gestellte Teilstück des Radweges erst viel später mit dem Umbau des Knotenpunktes B 198/B 2/L 200 fertig stellen. Die Gemeinde Ziethen und das Amt Joachimsthal haben dagegen bisher erfolglos protestiert, da die Fertigstellung des Radweges Bestandteil des Planfeststellungsbeschlusses war.

 

Ich frage die Landesregierung:

1. Welche Bedeutung misst die Landesregierung dem Radverkehr in der Region zu?

2. Welche Konzepte gibt es zur Erschließung der Region durch Radwege?

3. Ist der Landesregierung bekannt, dass durch den Bau der dreispurigen Straße ohne Fertigstellung des Radweges die Strecke zwischen der Gemeinde Ziethen und Angermünde unpassierbar ist?

4. Aus welchem Grund soll der Radweg erst im Zusammenhang mit dem Umbau des Knotenpunktes fertig gestellt werden, wo dieser doch in ausreichendem Abstand zur Straße verläuft?

5. In welchem Stadium befindet sich die Planung für den Radweg und bis wann genau will die Landesregierung diesen Missstand behoben haben?

6. Wie beurteilt die Landesregierung, dass die Fertigstellung des Radweges eine Festlegung in dem Planfeststellungsbeschluss zum Bau der B 198 war?

7. Wie ist der konkrete Stand der Planungen für eine durchgängige Verbindung für Radfahrer zwischen Joachimsthal und Angermünde?