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Große Anfrage | 22.02.18

Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel in Brandenburg

>> Unsere Große Anfrage und die Antwort der Landesregierung als pdf-Datei

(Nr. 30) Immer mehr Verbraucher*innen wollen wissen, woher ihre Lebensmittel stammen und wie sie hergestellt wurden. So zeigt der Ernährungsreport 2018 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, dass die regionale Herkunft das zweitwichtigste Kaufkriterium und für 78% der Verbraucher*innen von Bedeutung ist[i]. Mit einem bewussten Kaufverhalten können sie zudem landwirtschaftliche und verarbeitende Betriebe aus der Region unterstützen. Sie haben es in der Hand, vorzugsweise Produkte des lokalen Handwerks anstatt aus großindustrieller Produktion zu erwerben. Der Großteil der Verbraucher*innen ist bereit, für regionale Produkte höhere Preise zu zahlen. Die große Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln aus Brandenburg, insbesondere in Bio-Qualität, übersteigt derzeit jedoch das Angebot. Auch Berlin als großer Absatzmarkt und weitere nahe Absatzmärkte wie Hamburg, Leipzig oder Dresden bieten ein großes Potenzial für den Ausbau des Brandenburger Angebotes an regionalen Produkten.

Für die ländlichen Regionen ergeben sich große Chancen, neue Wirtschaftskreisläufe und Wertschöpfungsketten und neue kleine und mittlere Betriebe zu schaffen. Regionale Produkte haben darüber hinaus den Vorteil, durch kurze Transportwege das Klima zu schonen und den Ressourcenverbrauch zu senken.

Die Landesregierung hat kürzlich einen Bericht zum Stand der Umsetzung des Beschlusses 6/5877-B „Regionale Wertschöpfung, Produktion und Vermarktung Brandenburger Agrarerzeugnisse fördern“ vorgelegt und ist zu diesem Thema bereits im Rahmen des Clusters Ernährungswirtschaft aktiv. Es bleiben jedoch zahlreiche Fragen zur Entwicklung der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel in Brandenburg offen, insbesondere auch zu den unterschiedlichen Entwicklungen von Agrarerzeugnissen aus konventioneller und ökologischer Landwirtschaft.

 

Wir fragen die Landesregierung:

Bitte die Fragen, bei denen ein entsprechender Hinweis gegeben wurde, jeweils nach konventioneller und ökologischer Bewirtschaftung getrennt beantworten.

Definition und Entwicklungsziele

1. Wie definiert die Landesregierung „regionale Lebensmittel“?

2. Welchen Stellenwert haben regionale Lebensmittel aus Brandenburg für die Landesregierung?

3. Welche Regelungen existieren, um ein Produkt als regionales Lebensmittel bezeichnen zu dürfen? Sind hieran bestimmte Qualitäts- und Nachhaltigkeitskriterien geknüpft?

4. Welche Erwartungen verbinden Verbraucher*innen nach Ansicht der Landesregierung mit regionalen Produkten (z.B. Qualität, Produktion, Entfernung)?

5. Welche Regionalkennzeichnungen werden derzeit in welchem Umfang in Brandenburg genutzt und wie beurteilt die Landesregierung diese (bitte einzeln auflisten)?

6. Welche Konzepte und Anforderungen stehen jeweils hinter den Regionalkennzeichnungen? Wie wird dies kontrolliert?

7. Wie können Verbraucher*innen erkennen, dass es sich tatsächlich um ein regionales Produkt handelt?

8. Welche Untersuchungsergebnisse zur Wahrnehmung und Akzeptanz der Regionalkennzeichnungen sind der Landesregierung bekannt? Was sind die wesentlichen Ergebnisse?

9. Wie beurteilt die Landesregierung die Bereitschaft von Betrieben, Regionalkennzeichnungen zu nutzen? Gibt es hier Unterschiede zwischen großen und kleinen Betrieben? Worauf sind diese zurückzuführen?

10. Welche Strategie bezüglich der Kennzeichnung von regionalen Produkten verfolgt die Landesregierung?

11. Welche Qualitätsprogramme gibt es in Brandenburg und welche Qualitäts- und Nachhaltigkeitskriterien müssen bei einer Teilnahme eingehalten werden?

12. Wie beurteilt die Landesregierung die Qualitätsprogramme anderer Bundesländer?

13. Welche Bestrebungen gibt es, in Brandenburg weitere Qualitätsprogramme zu etablieren?

14. Wie hat sich der Markt für regionale (Bio)-Lebensmittel in den vergangenen zehn Jahren in Brandenburg entwickelt? Worauf ist diese Entwicklung zurückzuführen?

15. Wo sieht die Landesregierung Chancen bzw. Potenziale für die zukünftige Entwicklung?

16. Welche Ziele zur Entwicklung des Marktes für regionale (Bio-)Produkte verfolgt die Landesregierung?

17. Welche Strategien verfolgt die Landesregierung zur Erreichung dieser Ziele?

18. Wie ist der aktuelle Stand der Zielerreichung und bis wann sollen die gesteckten Ziele erreicht sein?

Erzeugung von regionalen Lebensmitteln

19. Wie schätzt die Landesregierung im Einzelnen das Potenzial zur Erzeugung von regionalen (Bio-)Lebensmitteln in Brandenburg ein (bitte nach Agrarerzeugnissen auflisten)?

20. Wie hat sich die Erzeugung der landwirtschaftlichen (Bio-)Produkte (Menge und Anbaufläche inkl. Sonderkulturen) in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

21. Bei welchen Nahrungsmitteln konnte die Produktion in den vergangenen zehn Jahren deutlich ausgebaut werden, bei welchen ging die Produktion deutlich zurück? Worauf ist dies zurückzuführen? Welche Unterschiede gibt es hier bzgl. der Produktion aus konventionellem bzw. ökologischem Anbau?

22. Wie hat sich in den vergangenen zehn Jahren insbesondere der Gemüse- und Obstanbau (inklusive Nüsse) bio/konventionell entwickelt und welchen Anteil macht der Anbau im Freiland, unter Folie und unter Glas aus?

23. Wie viele Gewächshäuser gibt es in Brandenburg und welche Entwicklung zeichnet sich hier für die vergangenen zehn Jahre ab?

24. Zu welchem Anteil können sich

a) Brandenburg und

b) Brandenburg + Berlin

rein rechnerisch mit der Erzeugung regionaler landwirtschaftlicher (Bio-) Produkte selbst versorgen?

25. Zu welchem Anteil versorgen sich

a) Brandenburg und

b) Brandenburg + Berlin

tatsächlich mit regionalen (Bio-)Lebensmitteln?

26. Wie hat sich die Angebotsvielfalt an Produkten aus der Region in den vergangenen zehn Jahren entwickelt? Welche Unterschiede ergeben sich hier bzgl. Produkten aus konventionellem bzw. ökologischem Anbau?

27. Wo sieht die Landesregierung Angebotslücken und Potenziale zur Ausweitung der Produktpalette? Welche Produkte eignen sich besonders für den Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten?

28. Wie hat sich die Anbaudiversifizierung innerhalb der landwirtschaftlichen Betriebe in den vergangenen zehn Jahren entwickelt? Gibt es hier eine Zunahme des Anbaus von Sonderkulturen/Gartenbauprodukten?

29. Wie hat sich die Anzahl und Größe (inkl. Anzahl der Beschäftigten) von landwirtschaftlichen (Ökoanbau)-Betrieben in Brandenburg in den letzten zehn Jahren entwickelt und worauf ist die Entwicklung zurückzuführen? Welche Auswirkungen hat dies auf die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse und die Angebotsvielfalt an regionalen (Bio-)Produkten? Welche Auswirkungen hat dies auf die ländlichen Räume?

30. Wie viele (Ökoanbau-)Betriebe haben in den vergangenen zehn Jahren jeweils aufgegeben, wie viele wurden neu gegründet? Welche Größe haben diese Betriebe? (bitte jeweils auflisten)

31. Bei welchen Agrarerzeugnissen gibt es besonders viele Betriebsaufgaben bzw. -neugründungen?

32. Wie viele Erzeugergemeinschaften gibt es in Brandenburg und wie bewertet die Landesregierung die Entwicklung der letzten zehn Jahre? Welche Vorteile haben Erzeugergemeinschaften?

33. Wie viele Höfe der solidarischen Landwirtschaft gibt es in Brandenburg? Wie viel Fläche wird durch diese bewirtschaftet (konventionell/Bio) und wie viele Verbraucher*innen mit regionalen (Bio-)Lebensmitteln versorgt?

34. Wie bewertet die Landesregierung diese Form aus wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Sicht?

35. In welchem Umfang kommen Wald- und Waldlichtungsgärten in Brandenburg vor und wie hat sich die Fläche in den vergangenen zehn Jahren entwickelt? Welche Bedeutung haben Wald- und Waldlichtungsgärten für die Erzeugung regionaler Produkte?

36. Wie viele (Bio-)Betriebe wirtschaften aktuell mit einer mobilen Melkanlage?

37. Wie stellt sich das Fachkräfteangebot derzeit in den unterschiedlichen Branchen der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte dar und wie viele Auszubildende wurden in den vergangenen zehn Jahren jeweils ausgebildet?

38. Welche Bedeutung haben Saisonarbeitskräfte für Brandenburg? In welchen Bereichen sind Mängel an Saisonarbeitskräften vorhanden?

39. Wie hat sich die Einführung des Mindestlohns auf das Fachkräfteangebot ausgewirkt? Bestehen Ausnahmemöglichkeiten? Wenn ja, in welchem Umfang werden diese genutzt?

40. Welche Strategie verfolgt die Landesregierung, um einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken?

41. Wie haben sich die Bodenpacht- und Verkaufspreise (je nach Bodengüteklasse) in den vergangenen zehn Jahren entwickelt und in welcher Form hat dies Auswirkungen auf die Erzeugung und Vermarktung regionaler Lebensmittel?

42. In welchem Umfang wurden in Brandenburg landwirtschaftliche Betriebe von großen Einzelhandelsketten gekauft bzw. gegründet und welche Auswirkungen hat dies für die Brandenburger Landwirtschaft?

Verarbeitung von regionalen Lebensmitteln

43. In welchen Verarbeitungs- bzw. Veredelungsbereichen hat Brandenburg Stärken, wo sieht die Landesregierung Schwächen?

44. Wie haben sich die Verarbeitungsmöglichkeiten von regionalen (Bio-)Lebensmitteln in den vergangenen zehn Jahren in Brandenburg entwickelt und wie bewertet die Landesregierung diese Entwicklung?

45. Wie hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Anzahl von

a) getreideverarbeitenden Mühlen

b) Bäckereien

c) Fleischereien

d) Mostereien

e) Brauereien

f) Molkereien

g) Weiteren Branchen des Lebensmittelhandwerkes jeweils

entwickelt (Bio/konventionell) und wie bewertet die Landesregierung diese Entwicklung?

46. Wie viele Betriebe haben in den vergangenen zehn Jahren jeweils aufgegeben, wie viele wurden neu gegründet? In welchen Branchen gab es besonders auffällige Entwicklungen? Gibt es Unterschiede zwischen Bio- und konventionellen Produkten?

47. Wie beurteilt die Landesregierung das Fachkräfteangebot im Bereich der verarbeitenden Betriebe? Wie viele Auszubildende wurden in den vergangenen zehn Jahren in den unterschiedlichen Branchen jeweils ausgebildet?

48. Wie viele Schlachthöfe, Schlachthäuser und Landwirte mit eigener Schlachtung gibt es in Brandenburg und wie ist die regionale Verteilung (bitte Auflistung nach Landkreisen)?

49. Welche Herausforderungen sieht die Landesregierung hinsichtlich der bestehenden Schlachtkapazitäten und der Weiterverarbeitung von Fleischprodukten in Brandenburg?

50. In welchem Umfang werden in Brandenburger Läden des Lebensmittelhandwerkes (Bäckereien, Fleischereien usw.) die Produkte noch vor Ort erzeugt? Wie hat sich der Umfang in den vergangenen zehn Jahren entwickelt und wie bewertet die Landesregierung diese Entwicklung? Gibt es hier Unterschiede zwischen Produkten aus konventioneller und ökologischer Landwirtschaft?

51. In welchem Umfang arbeiten Betriebe und Forschungseinrichtungen bei der Entwicklung neuer Produkte zusammen? Welche Projekte konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden?

52. Wo sieht die Landesregierung Potenziale zur Ausweitung der Produktion (Bio/konventionell)?

53. Welche Chancen sieht die Landesregierung insbesondere in der handwerklichen Produktion vor Ort in den jeweiligen Branchen?

54. Welche zentralen Herausforderungen sieht die Landesregierung bezüglich der Verarbeitungsstrukturen vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach regionalen (Bio-)Produkten in Berlin und Brandenburg?

55. Mit welchen Ansätzen und Maßnahmen wird die Landesregierung diesen Herausforderungen begegnen?

Lagerung und Transport von regionalen Lebensmitteln

56. Wie haben sich die Lagerkapazitäten für regionale Lebensmittel in den letzten zehn Jahren im Land entwickelt? Wie bewertet die Landesregierung diese Entwicklung?

57. Wie beurteilt die Landesregierung die Zusammenarbeit von verarbeitenden Betrieben in der Lebensmittelproduktion und Logistik-Unternehmen in Brandenburg? Welche Probleme und Lösungsmöglichkeiten sieht sie?

58. Welchen Anteil machen die verschiedenen Verkehrsträger beim Transport der regionalen Lebensmittel aus?

59. In welchem Umfang werden im Land Kombibusse zum Transport genutzt und welche Entwicklungsmöglichkeiten sieht die Landesregierung? Mit welchen Maßnahmen soll das Angebot ausgeweitet werden?

60. Gibt es Unterstützungsmöglichkeiten für den Aufbau von Elektromobilitäts-Flotten für den Transport der Produkte?

61. Welche weiteren Ideen gibt es, um die Logistik im Bereich regionaler Produkte zu optimieren und geeignete Mengen zum richtigen Zeitpunkt zum Gastronom oder Großverbraucher zu liefern? Welche Konzepte gibt es insbesondere für die Abnahme kleinerer Mengen?

62. Gibt es analog zur Mitfahrzentrale für Privatpersonen eine Art Mitnehm-Zentrale zur Vermittlung freier Transportkapazitäten?

Vermarktung regionaler Lebensmittel

63. Wie werden in Brandenburg Vermarktungsnetzwerke aufgebaut und wer sind die zentralen Akteure? Wie unterstützt die Landesregierung den Ausbau der Netzwerke?

64. In welcher Form arbeitet Brandenburg mit dem Land Berlin zusammen, um Brandenburger (Bio-)Produkten einen besseren Zugang zum Markt der Hauptstadt zu ermöglichen? Mit welchen weiteren Absatzmärkten findet eine Zusammenarbeit statt?

65. Welchen Anteil am gesamten Umsatz im Lebensmittelhandel haben regionale (Bio-)Produkte derzeit in Brandenburg und Berlin?

66. Wie hoch ist die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln im Vergleich zum Angebot (bitte tabellarische Auflistung unter Angabe prozentualer Anteile und Vergleich ökologische und konventionelle Produkte)?

67. Welcher Anteil der in Brandenburg erzeugten Lebensmittel wird in Gebiete außerhalb der Region Berlin-Brandenburg exportiert (bitte tabellarische Auflistung unter Angabe prozentualer Anteile und Vergleich ökologische und konventionelle Produkte)?

68. Welche Bestrebungen gibt es, die regionalen (Bio-)Lebensmittel vorrangig in Brandenburg und Berlin zu vermarkten?

69. Wie haben sich die Verkaufserlöse für regionale Lebensmittel in den vergangenen zehn Jahren entwickelt und welche Unterschiede zeigen sich bei Produkten aus konventionellem bzw. ökologischem Anbau?

70. Zu welchem Anteil werden die als regional vermarkteten (Bio-)Lebensmittel auch vollständig in Brandenburg produziert?

71. Was versteht die Landesregierung unter der Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte?

72. In welchem Maße können durch die Direktvermarktung höhere Preise erzielt werden (bitte unter Angabe exemplarischer Beispiele)?

73. Wie hat sich die Anzahl der (Bio-)Hofläden in den vergangenen zehn Jahren in Brandenburg entwickelt (bitte für das ganze Land und nach Landkreisen aufgeschlüsselt)? Wie bewertet die Landesregierung diese Entwicklung?

74. Welche Rolle spielen Wochenmärkte zur Vermarktung regionaler Produkte in Brandenburg? Welche Kennzahlen (Zahl der Wochenmärkte, Absatz regionaler (Bio-)Produkte) liegen der Landesregierung hierzu vor?

75. Von wem werden die Wochenmärkte in der Regel organisiert und welche Ansätze werden in Brandenburg verfolgt, um das Angebot regionaler Anbieter auf den Wochenmärkten zu fördern?

76. Wie hat sich der Verkauf regionaler (Bio-)Produkte in den vergangenen zehn Jahren in den Ketten des Lebensmitteleinzelhandels (inklusive Discounter) entwickelt? Gibt es Ketten, die sich hier besonders hervorheben?

77. Wie hat sich das Angebot an Regioläden in Brandenburg entwickelt? Wie viele Filialen sind in Brandenburg in welchen Städten vorhanden?

78. Wie viele mobile Verkaufswagen gibt es insbesondere in den ländlichen Regionen zur Versorgung der Bevölkerung und wie hat sich der Umfang in den letzten zehn Jahren entwickelt? Welchen Anteil haben hieran reine Backwaren, Fleischereiwaren und gemischte Lebensmittelwagen und welchen Anteil machen Bio/konventionelle Produkte aus? Gibt es Konzepte für ein entsprechendes Angebot?

79. Wie hat sich die Anzahl der (Bio-)Milchtankstellen in den letzten zehn Jahren entwickelt und wie hoch ist die Nachfrage?

80. Welche anderen automatisierten Möglichkeiten (Regiomat) gibt es in Brandenburg in welchem Umfang? Wie stark werden diese in Anspruch genommen und welchen Anteil machen konventionelle/Bio-Produkte aus?

81. Wie viele Anbieter von (Bio-)Abokisten, mit denen regionale Lebensmittel erworben werden können, gibt es in Brandenburg? Wie haben sich das Angebot und die Nachfrage in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

82. Welche Rolle spielt der Online-Versand beim Vertrieb regionaler (Bio-)Produkte und wie hat die Nachfrage in den vergangenen zehn Jahren in Brandenburg entwickelt?

83. Welche Bedeutung haben regionale (Bio-)Lebensmittel für das Image bzw. die Bekanntheit der Region?

84. Welche Potenziale für die Vermarktung regionaler (Bio-)Lebensmittel sieht die Landesregierung im Tourismus?

Außer-Haus-Verpflegung mit regionalen Lebensmitteln

85. Wie hoch ist der Anteil

a) an regionalen Lebensmitteln

b) an Bio-Lebensmitteln

in der Kita- und Schulverpflegung, den Kantinen der Brandenburger Universitäten, der öffentlichen Verwaltung und von Pflegeeinrichtungen in Brandenburg?

86. Wie viele Caterer der Kita- und Schulverpflegung wirtschaften in Brandenburg? Bitte nach Anzahl der täglich ausgegebenen (Bio-)Essen kategorisieren und Landkreisen zuordnen.

87. Welche Hindernisse sind der Landesregierung bekannt, um Unternehmen der öffentlichen Verpflegung stärker mit regionalen (Bio)-Lebensmitteln von regionalen Produzenten zu beliefern?

88. Was tut die Landesregierung, um Hindernisse (Gesetze, Netzwerke, Lagerung, etc.) abzubauen und den Anteil regionaler (Bio-)Lebensmittel in der öffentlichen Verpflegung zu erhöhen? Welche Ziele hat sich die Landesregierung gesteckt?

89. Welche Optionen zur Bezuschussung von Kita- und Schulessen z.B. in regionaler und Bio-Qualität gibt es in Brandenburg? Welche Optionen bestehen an Universitäten? Sind hier Verbesserungen geplant?

90. In welchem Umfang werden regionale (Bio-)Produkte in der Brandenburgischen Gastronomie verwendet?

91. Welche Bestrebungen und Maßnahmen gibt es, den Anteil regionaler (Bio-)Produkte im Gaststätten- und Hotelgewerbe zu erhöhen?

92. Wie hat sich die Teilnahme an der Vermarktungsplattform „Bauer-sucht-Koch, Koch-sucht-Bauer“ entwickelt?

Förderung und Beratung

93. In welcher Form und Höhe fördert Brandenburg aktuell

a) die Produktion

b) die Veredelung

c) die (Direkt-)Vermarktung

von regionalen (Bio-)Lebensmitteln? An welche Qualitäts- und Nachhaltigkeitskriterien ist die Förderung jeweils gekoppelt und wie hoch ist die Nachfrage?

94. Wo hat die Landesregierung Schwerpunkte bei der Förderung gesetzt und wo sind zukünftig Änderungen geplant?

95. Welche Beratungsangebote gibt es in Brandenburg aktuell für

a) die Produktion

b) die Veredelung

c) die (Direkt-)Vermarktung

von regionalen (Bio-)Lebensmitteln und wie hoch ist die Nachfrage?

96. Wo liegen Schwerpunkte im Beratungsangebot und welche Änderungen sind für die Zukunft geplant?

97. Wie werden Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gefördert? Wie beurteilt die Landesregierung den Umfang der bisherigen Kooperationen?

98. Durch wen werden Angebotslücken und Potenziale kommuniziert und welchen Beitrag leistet die Landesregierung, um hier mehr Transparenz zu schaffen?

99. Wie beurteilt die Landesregierung die bisherige Gewinnung von Firmen bzw. Existenzgründer*innen für die Schaffung neuer regionaler (Bio-)Produkte?

100. Welche Bedeutung und Aufgabe hat das Clustermanagement Ernährungswirtschaft in Brandenburg? Wie hat sich die Nutzung des Clusters in den verschiedenen Themenbereichen seit Beginn entwickelt? Sind Änderungen für die nächsten Jahre geplant?

101. In welcher Form wird die Nutzung von Regionalkennzeichnungen in Brandenburg unterstützt bzw. gefördert?

102. In welcher Form fördert das Land Erzeugergemeinschaften?

103. Welche Fördermöglichkeiten bestehen aktuell speziell für den (Bio-)Obst- und Gemüseanbau (inkl. Nüsse) und an welche Kriterien ist die Förderung gekoppelt? In welcher Form wird hierbei die hohe Arbeitsintensität im Gartenbau berücksichtigt? In welcher Höhe wurden in den vergangenen fünf Jahren Fördermittel beantragt und ausgereicht?

104. Wird die Errichtung von Gewächshäusern vom Land gefördert? Wenn ja, in welcher Form? Wenn nein, warum nicht? In welcher Höhe wurden in den vergangenen fünf Jahren Fördermittel beantragt und ausgereicht?

105. Ist der Landesregierung das dreijährige Steuermodell aus den Niederlanden bekannt, um regionale Betriebe zu unterstützen? Wenn ja, wie beurteilt sie dieses?

106. Welche Fördermöglichkeiten gibt es insbesondere für das lokale (Bio-)Lebensmittelhandwerk? Wie stark werden diese Möglichkeiten in Anspruch genommen?

107. Welche Fördermöglichkeiten gibt es aktuell zur Errichtung oder Erweiterung von Schlachtstätten und in welcher Form wurde das öffentliche Interesse bei den Zielvorgaben berücksichtigt? In welchem Umfang wurde in den vergangenen fünf Jahren hiervon Gebrauch gemacht?

108. Gibt es Fördermöglichkeiten von Seiten des Landes, um kleinere Schlachthäuser bei den Kosten für Regelkontrollen, Fleischbeschau und der Entsorgung von Schlachtabfällen zu entlasten?

109. In welcher Form unterstützt die Landesregierung den Einsatz von mobilen Schlachtfahrzeugen und die hofnahe Schlachtung durch Bolzen- oder Kugelschuss auf der Weide in Brandenburg und welches Potenzial sieht die Landesregierung im Flächenland Brandenburg?

110. Gibt es Fördermöglichkeiten für den Ausbau von Lagerkapazitäten? Wenn ja, was wird durch das Land gefördert und in welchem Umfang wurde in den vergangenen Jahren hiervon Mittel beantragt und ausgereicht?

111. Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es von Seiten der Landesregierung, um neue Logistikangebote für kleine und mittelgroße Betriebe aufzubauen?

112. Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es gerade für kleine und mittlere Betriebe, ihre (Bio-)Produkte in Einzelhandelsketten erfolgreich zu positionieren?

113. Wie werden die Errichtung und der Betrieb von (Bio-)Hofläden durch das Land gefördert? In welchem Umfang wurden in den letzten fünf Jahren Mittel hierfür beantragt und ausgereicht? Welche Beratungsmöglichkeiten existieren?

114. Gibt es Fördermöglichkeiten für Regioläden in Brandenburg? Wenn ja, in welcher Form? In welchem Umfang wurden in den letzten fünf Jahren Mittel hierfür beantragt und ausgereicht?

115. Fördert das Land Milchtankstellen und Regiomaten? Wenn ja, in welcher Form? In welchem Umfang wurden in den letzten fünf Jahren Mittel beantragt und ausgereicht?

116. Gibt es Fördermöglichkeiten des Landes für Höfe und Initiativen der solidarischen Landwirtschaft für Aufbau und Erweiterung der landwirtschaftlichen Produktion und für die Verarbeitung? In welchem Umfang wurden in den letzten fünf Jahren Fördermittel beantragt und ausgereicht?

117. Welche finanzielle, beratende und/oder institutionelle Förderung gibt es in Brandenburg, um Unternehmensnachfolgen für landwirtschaftliche und verarbeitende (Bio-)Betriebe zu unterstützen? In welchem Umfang wurden in den vergangenen fünf Jahren Fördermittel beantragt und ausgereicht?

118. Welche Unterstützungsmöglichkeiten für Existenzgründer*innen in der landwirtschaftlichen Produktion und im verarbeitenden Gewerbe können in Brandenburg in Anspruch genommen werden? In welchem Umfang wurden diese Fördermöglichkeiten in den vergangenen fünf Jahren in Anspruch genommen (bio/konventionell)? Gibt es Planungen von Seiten des Landes, das Angebot auszuweiten?

119. In welcher Form fördert die Landesregierung den Austausch zwischen erfolgreichen (Bio-)Betrieben und Existenzgründer*innen? Gibt es so etwas wie ein Mentoring-Programm in Brandenburg?

120. Welche Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es in Brandenburg im Bereich Marketing für regionale landwirtschaftliche (Bio-)Produkte?

121. Welche weiteren Möglichkeiten der Vernetzung werden von Seiten des Landes unterstützt?

122. Welche Forschungsprojekte und Studien zum Aufbau neuer Wertschöpfungsketten und zur Vermarktung Brandenburger (Bio-)Produkte sind der Landesregierung in Brandenburg bekannt? Was sind die wesentlichen Ergebnisse und wie fließen diese in das Regierungshandeln und die Unterstützung von Betrieben und Existenzgründer*innen ein?



[i] http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Ernaehrungsreport2018.pdf;jsessionid=46C77CD2CE31A9027B80A7D806AC7444.2_cid296?__blob=publicationFile

 

 

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