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12.07.13

Im Portrait: Christoph Schulze verstärkt die Fraktion

Landtagsabgeordneter Christoph Schulze

Wir sind zu sechst: Am 21. Mai 2013 stimmten alle fünf bündnisgrünen Abgeordneten dem Antrag von Christoph Schulze auf Aufnahme in unsere Fraktion zu. Die vom Landtagspräsidenten verweigerte Anerkennung dieses Schritts werden wir wohl vor dem Verfassungsgericht einklagen müssen. Der seit 1990 dem Landtag angehörende und aus Teltow-Fläming stammende Arzt war im Dezember 2011 aus der SPD-Fraktion ausgetreten und ist seit dem 30. Mai 2013 nicht mehr Mitglied der SPD. „Mit meinen aus der Wende- und Aufbruchzeit 1989 herrührenden politischen Wurzeln und Zielen fühle ich mich der bündnisgrünen Fraktion heute am meisten verbunden“, bekennt der Politiker. „Bürgerrechte, Mitbeteiligung, Transparenz und eine wahrhaft freiheitlich-demokratische Gesellschaft sind unsere gemeinsamen Ideale.“

Aufgewachsen im Grünen

Aufgewachsen ist der 47-Jährige in einer christlichen Familie im Spreewald. Die Mutter, als Chemieingenieurin in einem Pharmabetrieb mit der Herstellung von Pflanzenextrakten aus Hopfen, Ginseng und Sanddorn befasst, stellte unbeabsichtigt die entscheidende Weiche für den späteren Beruf als Mediziner: „Weil ich statt der gewünschten Katze Fische als Haustiere bekam, landete ich bei den jungen Aquarianern im Kulturbund“, erinnert sich Christoph. „Der Leiter war Landarzt. Es hat mich sehr beeindruckt, wie er sich immer um alle kümmerte.“

Die Wahlfälschung bei den DDR-Kommunalwahlen im Mai 1989 war der Auslöser für den Medizinstudenten, sich bei den freien Studierendengruppen an der Humboldt-Uni zu engagieren. In Zossen, wo Christoph seit 1984 wohnt, gründete er 1989 die sozialdemokratische Partei SDP mit, die sich dann mit der SPD in der Bundesrepublik zusammenschloss.

Der Mensch im Mittelpunkt

Christoph Schulze ist direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises 25 mit den Gemeinden Blankenfelde-Mahlow und Rangsdorf sowie den Städten Zossen und Baruth/Mark. Die meisten Menschen kennen ihn aus der Auseinandersetzung um das Thema Flughafen BER. „Der Staat muss für den Menschen da sein und die Lebensverhältnisse so gestalten, dass jeder sein Glück finden kann“, ist er überzeugt. „Mit dem Flughafen BER macht der Staat jedoch seine Bürgerinnen und Bürger aktiv unglücklich.“

Mit seinem Engagement in vielen Vereinen bleibt der Parlamentarier nah an den Menschen. „Ich habe Anfang der 1990er Jahre einen Bürgerberatungsverein bei mir im Ort gegründet, bin Vorsitzender des lokalen Mieterbundes, und der Verein Museumsdorf Glashütte ist mein drittes Kind“, sagt der verheiratete Vater von zwei erwachsenen Söhnen.

Auch bei uns will sich Christoph nicht allein auf das Thema BER konzentrieren. Die Aufteilung der Aufgaben und Ausschüsse wird die Fraktion noch beraten.