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10.09.10

3 Fragen an die Fraktion

Sabine Niels, Marie Luise von Halem, Ursula Nonnemacher, Michael Jungclaus und Axel Vogel © Franziska Petruschke / Fraktion

„Die Zeit des politischen Trockenschwimmens ist vorbei“

Wodurch unterscheidet sich bündnisgrüne Politik von der Politik anderer Parteien?

Wir sind eine Partei, die weiß, wofür sie steht – und auch die Menschen wissen das! Wir stehen für eine langfristige Politik, die angesichts des Klimawandels und der anderen Krisen klar sagt: Wir müssen mit den materiellen und finanziellen Ressourcen anders umgehen, wenn wir wollen, dass diese Erde in hundert Jahren noch bewohnbar ist. Wir müssen also anders wirtschaften und uns anders verhalten auf dieser Welt! Das beginnt vor Ort, in der Region, in der Kommune. Wir stehen auch für sozial gerechte Politik. Bildung ist damit stark verknüpft, und der Umgang mit Finanzen.

Was ist der Unterschied der Arbeit im Landtag zur außerparlamentarischen Arbeit?

Der Einzug in den Landtag war wie der Übergang vom Trockenschwimmen ins Wasser. Der Zugang zu Informationen ist viel einfacher. Auch wegen unserer außerparlamentarischen Erfahrungen mit der früheren Intransparenz von Politik in Brandenburg haben wir die Öffentlichkeit von Ausschüssen gefordert. Im Landtag haben wir diesen Anspruch tatsächlich durchsetzen können. Wir wollen, dass die Menschen an politischen Prozessen teilhaben können.

Was ist wichtig für die zukünftige bündnisgrüne Politik in Brandenburg?

Angesichts der globalen Herausforderungen müssen wir auf europäischer Ebene zusammenarbeiten, und vor allem regional mit Berlin. Kleinteilige Klientelpolitik ist nicht zukunftsfähig. Gerade in den Bereichen Energie und Klimaschutz, auch im öffentlichen Personenverkehr ist enge länderübergreifende Zusammenarbeit wichtig. Im Landtag müssen wir stärker werden. Derzeit sind wir fünf Abgeordnete. Nach der nächsten Wahl dürfen es gerne doppelt so viele sein.