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26.05.15

Film & Diskussion: Land in Sicht

Mit dem Film „Land in Sicht“ versuchen die Filmemacherinnen Judith Keil und Antje Kruska, möglichst vorbehaltlos die Realität von drei Asylbewerbern in Deutschland zu begleiten. Es geht darum, durch eine möglichst große Nähe zu den Protagonisten einen Zugang zu Welten zu schaffen, die einem zunächst unbekannt und fremd erscheinen.

Beim Thema Asyl wird man mit vielen „Vorbelastungen“ konfrontiert, die in erster Linie darin bestehen, Position beziehen zu müssen, in politischer sowie in emotionaler Hinsicht. Schnell polarisiert dieses Thema, man bewertet, urteilt, findet gerecht oder ungerecht, man klagt an oder bemitleidet, will „politisch korrekt“ sein. All das verhindert die Begegnung auf Augenhöhe. Und genau darum ging es ihnen.Es war eine Herausforderung, sich mitten hinein in dieses Feld zu stürzen und sich durch die Konzentration auf drei Menschen von vorgefassten Bewertungen loszulösen. Wie immer sind es die Komplexitäten und Zwischentöne, die die Wirklichkeit prägen. Und genau das führt einem vor Augen, wie schwer es eigentlich ist, klare Positionen zu beziehen.

Der genaue Blick führt einen zudem auch bei einem solch ernsten Thema immer hinein in die Banalitäten des Alltags, wo sich die menschlichen Unzulänglichkeiten auf humorvolle Weise entlarven und zwar sowohl auf Seiten der Protagonisten als auch auf Seiten der Deutschen, mit denen sie konfrontiert werden. In dem Film wollen Julith Keil und Antje Kruska die zweifellos problembeladene Ausgangslage von Asylbewerbern zeigen, aber diese gleichzeitig auf eine allgemein menschliche Ebene heben, die deutlich macht, dass deren Sehnsüchte, Ängste, Macken, Gedanken und Hoffnungen durchaus mit unseren zu vergleichen sind. In diesem Zugang auf Augenhöhe, der auch ambivalente Gefühle und Lachen zulässt, ist die Chance, ein größeres Publikum zu erreichen und es für die Situation von Asylsuchenden in unserem Land zu sensibilisieren. Jenseits von konkreten politischen Forderungen können wir hoffen, das Bewusstsein zu schärfen und zu einem menschlichen, toleranten und respektvollen Miteinander beitragen zu können.

Judith Keil & Antje Kruska (Regiestatement leicht modifizert)

Termine:

15. September 2015, 19 Uhr

E-Werk Zossen
Am Nottehafen 4
15806 Zossen

16. September 2015, 19 Uhr

Projekthaus AHA
Schwedter Straße 22
16278 Angermünde

6. Oktober 2015, 19 Uhr

Filmtheater Union
Berliner Straße 10
15517 Fürstenwalde

Vergangene Termine:

24. Februar 2015, 19 Uhr - in Kooperation mit dem Leonardo daVinci Campus und dem Jugendförderverein Mikado e.V.

Leonardo da Vinci Campus
Alfred-Nobel-Str. 10
14641 Nauen
mit Judith Keil (Regisseurin), Antje Kruska (Regisseurin), Farid Sahimi (Protagonist) und Ursula Nonnemacher, MdL

2. März 2015, 19 Uhr
Haus der Generationen
Lindenallee 12
15366 Hoppegarten
mit Judith Keil (Regisseurin), Maik Boldau (Internationaler Bund) und Michael Jungclaus, MdL

14. April 2015, 19 Uhr
Multikulturelles Centrum Templin
Prenzlauer Allee 6
17268 Templin
mit Antje Kruska (Regisseurin), Thorsten Finger, Verein “Würdevoll Leben e.V. und Axel Vogel, MdL

21. April 2015, 19 Uhr
Obenkino
Straße der Jugend 16
03046 Cottbus
mit Judith Keil (Regisseurin), Lisa Temesvári und Heide Schinowsky, MdL

5. Mai 2015, 19 Uhr
Neue Kammerspiele
Karl-Marx-Str. 18
14532 Kleinmachnow
mit Antje Kruska (Regisseurin), Rose Dittfurth (Sozialarbeiterin/Darstellerin) und Marie Luise von Halem, MdL

7. Mai 2015, 19 Uhr
Evangelische Kirchengemeinde St. Nikolai
Kirchplatz
15926 Luckau
mit Antje Kruska (Regisseurin), Gerd Kaufmann (Mensch Luckau!) und Benjamin Raschke, MdL

19. Mai 2015, 19 Uhr
Staudenhof
Am Alten Markt 10
14467 Potsdam
mit Judith Keil (Regisseurin), Rose Dittfurth (Sozialarbeiterin/Darstellerin), Jean-Marce Banoho (Staudenhof Potsdam) und Marie Luise von Halem, MdL

26. Mai 2015, 19 Uhr
Saal der Oase
Bergstr. 6
14712 Rathenow
mit Antje Kruska (Regiseurin), Tilo Windt (Rathenow zeigt Flagge), Carsten Schulze (Jugendhaus Oase) und Ursula Nonnemacher, MdL

Weitere Informationen:

>> Website des Films