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Als „Gipfel der letzten Chance“ wurde die sechste UN-Klimakonferenz in Den Haag im November 2000 bezeichnet. Sie sollte die Umsetzung des 1997 in Kyoto beschlossenen Protokolls hervorbringen. Heide Schinowsky ist damals als 25-jährige BUNDjugend-Aktivistin vor Ort, als die Verhandlungen scheitern und ausgesetzt werden. Seit einem Freiwilligen Ökologischen Jahr nach dem Abitur war sie in der Umweltschutzorganisation aktiv. Um Parteipolitik hatte sie lange einen Bogen gemacht. Ihr waren handfeste Projekte, wie z.B. eine bundesweite CO2-Sparaktion an Schulen, lieber gewesen als scheinbar endlose inhaltliche Debatten. Nicht zuletzt Den Haag veränderte ihre Einstellung.

„Damals ist mir klarer geworden, wie sehr es beim Kampf gegen den Klimawandel auch auf den politischen Rahmen auf internationaler, nationalstaatlicher und föderaler Ebene ankommt“, so die gebürtige Brandenburgerin. Seitdem ist sie Mitglied bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Tätig war sie u.a. als stellvertretende Pressesprecherin des Bundesvorstands, als Büroleiterin des Bundesvorsitzenden Reinhard Bütikofer und als Fraktionsreferentin im Berliner Abgeordnetenhaus.

Ihre Herkunft spielt für ihren politischen Werdegang eine wichtige Rolle: Die Schinowskys sind eine kirchliche Familie und Heide machte zu DDR-Zeiten keine Jugendweihe, sondern wurde konfirmiert. So begann es, dass sie die Einschränkungen des Systems kennenlernte. Für ihren schulischen Werdegang kam der Mauerfall 1989 früh genug – der Weg zum Abitur blieb der damals 14-Jährigen doch nicht versperrt. Ein Schwerpunkt ihres Engagements ist deshalb auch die Aufarbeitung von DDR-Unrecht.

Die studierte Sozialpädagogin spricht seit dem Einzug in den Brandenburger Landtag für die bündnisgrüne Wirtschafts- und Energiepolitik. Wichtig ist ihr ein weiter Blick auf Themen. Bei ihrer Kritik an der Ankündigung des Energiekonzerns Vattenfall, die Braunkohlesparte in der Lausitz verkaufen zu wollen, geht es ihr um mehr als einen Aspekt: „Wir sehen Vattenfall in der Pflicht, den sozialverträglichen Ausstieg aus der Braunkohle mitzugestalten. Die Kohle-Verkaufspläne sollten zum Anlass genommen werden, endlich den notwendigen Strukturwandel in der Lausitz voranzutreiben.“

  • Petitionsausschuss
  • Ausschuss für Wirtschaft und Energie
  • Rat für sorbisch/wendische Angelegenheiten
  • Richterwahlausschuss (stellvertretend)
  • Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport (stellvertretend)

Biographisches & Ausbildung

Geboren am 3. Juli 1975 in Ludwigsfelde
1995 Abitur am Musikgymnasium Georg-Friedrich-Händel in Berlin
1996-1999 Studium Evangelische Theologie, Humboldt-Universität zu Berlin
1999-2003 Studium Dipl.-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin, ASFH Berlin

Ehrenamtliches Engagement

1996-2002 Mitglied im Landes- bzw. Bundesvorstand der BUNDjugend
2008-2014 Beisitzerin im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg
2013-2015 Landesvorsitzende des BUND Berlin

Berufliches

2007-2014 Referentin für Klima/Energie & Bauen/Wohnen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus
2003-2006 Büroleiterin und Stellvertretende Pressesprecherin beim Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen
1993-2003 Häusliche Alten- & Krankenpflege sowie Callcenter-Agent